Das Ziel: 100 Prozent erneuerbare Energie

Prof. Dr.-Ing. Ingo Stadler (Bild: Thilo Schmülgen/FH Köln)

Die siebte „International Energy and Sustainability Conference” (IESC) findet am 17. und 18. Mai 2018 zum zweiten Mal am Campus Deutz der TH Köln statt. Das Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) organisiert die Konferenz gemeinsam mit dem Renewable Energy and Sustainability Center des US-amerikanischen Farmingdale State College.

Unter dem Titel „Technical Challenges of Energy Transition“ präsentieren internationale Expertinnen und Experten aktuelle Forschungsergebnisse und neue Technologien. Wir haben mit Prof. Dr. Ingo Stadler aus dem Organisationsteam des CIRE gesprochen.

Herr Prof. Stadler, warum engagiert sich das CIRE bei der Organisation der Konferenz?
Das langfristige Ziel des CIRE ist eine Welt, die ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen deckt. In Deutschland erreichen wir aktuell einen Anteil von ungefähr 35 Prozent am Strombedarf. Es gibt also noch vieles zu tun. Dabei ist der Austausch von internationalen Expertinnen und Experten von besonderer Bedeutung. Darum richten wir gemeinsam mit dem Farmingdale State College die IESC aus. Um eine nachhaltige Veröffentlichung für die Konferenzbeiträge zu sichern, kooperieren wir mit dem Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE), dem weltweiten Berufsverband der Ingenieure. Die Ergebnisse werden in der digitalen Bibliothek IEEE Xplore veröffentlicht.

Was sind die Themen der diesjährigen Konferenz?
Die Energiewende ist sicher eines der wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Projekte unserer Zeit. Wir adressieren in einer Art Rundumschlag alle technischen Teilaspekte, die es zur Umsetzung der Energiewende bedürfte: Energiespeicherung, intelligente Netze, Nahwärme oder Photovoltaik. Insgesamt gibt es zehn Sessions, die von Kolleginnen und Kollegen aus den Fakultäten für Informations-, Medien- und Elektrotechnik sowie Anlagen, Energie- und Maschinensysteme und vom Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen geleitet werden.

Welche Vorträge sind die Highlights?
Wir haben zwei Keynote-Speaker gewinnen können, auf die wir ausgesprochen stolz sind. Prof. Dr. Konrad Mertens von der FH Münster wird die Frage stellen: Macht Photovoltaik in Ländern wie Deutschland überhaupt Sinn? Und Dr. Andreas Hauer vom Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung e.V. widmet sich dem Thema „Flexible Sector Coupling – The Impact of Energy Storage on Sector Coupling“. Diese beiden Vorträge sind öffentlich - alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

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