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Co-Kreation in der Region – Systemisch und innovativ Transfer entwickeln

Co-Site in Bonn – Transfertour zum KlimaTag in Vilich-Müldorf

Beim 11. KlimaTag des Bürgervereins Vilich-Müldorf am 22. März 2026 präsentierte das Co-Site Team „Grün-blaue Infrastruktur“ an der Mühlenbachhalle interaktive Aktionen und VR-Einblicke zu Klimaschutz und Begrünung, um Bürger*innen für lokale Klimaanpassung zu gewinnen.

Person mit VR-Brille Beim KlimaTag in Vilich-Müldorf gab es für die Besucher*innen viel zu entdecken. (Bild: TH Köln)

Am 22. März 2026 fand rund um die Mühlenbachhalle der 11. KlimaTag und 2. Kinderklimatag des Bürgervereins Vilich‑Müldorf e.V. statt. Von 11:00 bis 16:00 Uhr zog das vielfältige Programm zahlreiche Besucher*innen aller Altersgruppen an. Mit Mitmachaktionen, informativen Vorträgen und alltagsnahen Tipps bot die Veranstaltung spannende Einblicke in den lokalen Umwelt- und Klimaschutz und setzte wichtige Impulse für eine nachhaltige, klimafreundliche Nachbarschaft.

Das breit gefächerte Angebot richtete sich an Kinder wie Erwachsene. Die Teilnehmenden konnten unter anderem an Aktionen zur Gartenkompostierung teilnehmen, Igeltore bauen oder Führungen über den Dachgarten und die Photovoltaikanlage der Mühlenbachhalle besuchen. Die Veranstaltung entwickelte sich dadurch zu einem lebendigen Treffpunkt für alle, die aktiv zum Klima‑ und Naturschutz beitragen möchten.

Mit Co-Site Begrünung virtuell erleben

Auch Co-Site war mit seinem Team „Grün-Blaue Infrastruktur“ vor Ort vertreten. Die Mitarbeitenden nutzten die Gelegenheit, um mit Bürger*innen ins Gespräch zu kommen, ihre Arbeit im Bereich grüner Infrastruktur vorzustellen und mehr über jene Themen zu erfahren, zu denen sich die Bevölkerung zusätzliches Wissen oder weiterführende Informationen wünscht.

Ein besonderes Highlight am Co-Site-Stand war die Möglichkeit, mithilfe einer Virtual-Reality-Brille verschiedene Begrünungsszenarien immersiv zu erleben. Die Besucher*innen konnten so unmittelbar nachvollziehen, wie Klimaanpassungsmaßnahmen auf städtischen und gewerblichen Flächen das Mikroklima verbessern, Hitzeinseln reduzieren und gleichzeitig die Artenvielfalt fördern. In den virtuellen Modellen wurden unterschiedliche nachhaltige Gestaltungsmöglichkeiten vorgestellt – von Versickerungslösungen mit Rasengittersteinen und Regenrinnen bis hin zu Fassaden und Dachbegrünungen.

Wissenswertes über Wildblumenwiesen

Großes Interesse hatten die Besucher*innen auch an Informationen zur Bedeutung von Wildblumenwiesen. Diese naturnahen Flächen fördern die Biodiversität, verbessern die Bodenqualität und speichern große Mengen an Kohlenstoff. Gleichzeitig bieten Wildblumen wertvollen Lebensraum für zahlreiche Insekten – darunter Bienen, Schmetterlinge und Käfer – sowie für kleine Säugetiere, Vögel und vielfältige Mikroorganismen. Damit stellen sie eine ökologisch besonders wertvolle und klimafreundliche Alternative zu herkömmlichen Rasenflächen dar.

Besonders begeistert reagierten die Teilnehmenden auf das Beispiel des Natternkopfs, das eindrucksvoll die ökologische Bedeutung einzelner Arten verdeutlicht. Diese robuste und äußerst wichtige Insektenpflanze wird von 39 Wildbienenarten und 42 Schmetterlingsarten besucht, darunter 14 Arten, die als gefährdet oder vom Aussterben bedroht gelten. Solche Zahlen unterstreichen, wie entscheidend naturnahe Begrünungsmaßnahmen für den Erhalt der Artenvielfalt und für eine wirksame Anpassung an den Klimawandel sind.

Großes Interesse und Anregungen für die zukünftige Arbeit

Das Co-Site-Team erhielt durchweg sehr positive Rückmeldungen zu den vorgestellten Szenarien. Eine kurze Befragung vor und nach der VR-Nutzung bestätigte das große Interesse und die Begeisterung der Teilnehmenden. Gleichzeitig gab es wertvolle Hinweise für die Weiterentwicklung der Szenarien – etwa der Wunsch nach mehr Informationen dazu, wie Bürger*innen selbst grüne Infrastruktur im eigenen Garten umsetzen können oder welche heimischen Pflanzen sich besonders gut für Entsiegelungsmaßnahmen eignen.

Darüber hinaus hielt das Team einen gut besuchten Vortrag zum Thema „Die Hitzebelastung steigt – wie bleiben die Sommer in Zukunft erträglich?“. Im Anschluss entstanden zahlreiche Gespräche mit Bürger*innen, Fachkolleg*innen aus dem Bereich Klimaanpassung sowie Vertreter*innen aus Politik und Verwaltung. Der lebhafte Austausch zeigte das gemeinsame Interesse, innovative und praxisnahe Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels zu entwickeln und umzusetzen.

Die Teilnahme des Co-Site-Teams am 11. KlimaTag in Vilich-Müldorf war somit ein voller Erfolg. Neben der Vermittlung wichtiger Impulse und der Knüpfung neuer Netzwerke trug der direkte Austausch mit der Bevölkerung maßgeblich dazu bei, das Bewusstsein für Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnahmen zu stärken und das gemeinschaftliche Engagement für eine lebenswerte Zukunft weiter auszubauen.

März 2026

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