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CBC-Förderpreis 2018

Wie viele Informationen erhalten Nutzerinnen und Nutzer in welchem Zeitabstand täglich über ihre Smartphones? Für seine Masterarbeit zu dieser Frage erhielt David Petersen, Absolvent des Studiengangs Medieninformatik, den mit 1.000 Euro dotierten ersten Platz des Förderpreises von CBC, einem Unternehmen der Mediengruppe RTL Deutschland.

Handyuser bekommen täglich in großem Umfang Werbung, Texte und Bilder auf ihr Smartphone geschickt. David Petersen hat sich in seiner Masterarbeit „Konzept und Implementation zur Messung und Auswertung des Informationsgehaltes von Smartphones“ damit beschäftigt, wie textbasierte Informationen, dargestellt durch Smartphones, quantifiziert und bewertet werden können. Dazu konzipierte er ein Messinstrument für Informationen, aus der er eine Android-Applikation entwickelte.

David Petersen David Petersen (Bild: privat)

„Diese Applikation habe ich in meiner Studie eingesetzt, um zu schauen, wie viele neue Informationen in welchem Zeitraum auf bestimmten Kanälen wie Facebook, Twitter oder anderen Apps auf Handys ankommen. Relevant könnte eine solche Messung insbesondere für App-Entwickler sein, um ein optimales Nutzerinnen- und -nutzererlebnis zu gestalten. So kann überprüft werden, ob die dargestellten Inhalte eine ausreichende Informationsdichte, das ist die Menge, die im Verhältnis zur Zeit berechnet wird, aufweisen, ohne gleichzeitig den Benutzer zu überfordern. Damit könnten Informationsüberflutungen vermieden werden. Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen könnten eine daraus entwickelte App zur Selbstvermessung einsetzen und überprüfen, welche App, beispielsweise im Bereich Nachrichten, ihnen die meisten Informationen bietet“, erläutert Petersen.

Prof. Dr. Matthias Böhmer vom Institut für Informatik am Campus Gummersbach bewertete die Masterarbeit mit der Note 1,0. „Für mich hat die Arbeit eine überdurchschnittliche, hohe Forschungsmotivation zu dem Thema ‚wie gehen wir mit Informationen um, die wir auf unsere Handys bekommen‘. Herr Petersen hat es geschafft, ein Messinstrument zu konzipieren, zu implementieren und zu studieren, das es so noch nicht gibt. Er hat nicht nur alle gesteckten Ziele erreicht, sondern übertroffen.“

„Das ist eine absolut hochkarätige Arbeit mit einem hohen wissenschaftlichen Anspruch. Mit dieser Methode lässt sich eine optimale Informationsdichte gegenüber Handynutzerinnen und -nutzern erzielen. Das kann gerade im Bereich Werbung interessant sein, um Überlastungen zu vermeiden“, erklärt Rüdiger Kupke, CBC-Director IT-Governance.

Der mit 750 Euro dotierte zweite Platz ging an Johannes Kutsch für seine Bachelorarbeit
„KI-Agenten für das Spiel 2048: Untersuchung von Lernalgorithmen für nichtdeterministische Spiele“. Mit dem dritten Preis und 500 Euro wurde die Bachelorarbeit „Generische und dynamische View-Erzeugung in Android“ von Enrico Gette ausgezeichnet. Beide Absolventen haben den Bachelorstudiengang Medieninformatik absolviert.

„Alle drei Preisträger haben mit ihren Themen extrem hochwertige Arbeit abgeliefert. Im Laufe der Jahre ist die Qualität der nominierten Arbeiten für den CBC-Preis immer besser geworden. Man sieht die intensive, gute Zusammenarbeit der Professorinnen und Professoren der TH Köln mit ihren Studierenden“, so Kupke. 

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