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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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TH Köln

Christian Sander

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Bundessozialministerium fördert Stiftungsprofessur „Kommunale Sozialpolitik“ an der TH Köln

Die TH Köln hat den Zuschlag für eine von vier Stiftungsprofessuren erhalten, die das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) in einer ersten Förderrunde unterstützt. Die Professur „Kommunale Sozialpolitik“ wird unter anderem die Wirkung kommunaler Sozialleistungen und die Interessenartikulation und -durchsetzung von sozialpolitischen Forderungen untersuchen.


Das BMAS unterstützt die Professur über das Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) mit rund 1,2 Millionen Euro für fünf Jahre; weitere fünf Jahre werden von der Hochschule finanziert. Die Forschungsprofessur mit verringerter Lehrverpflichtung wird voraussichtlich ab April 2018 besetzt.

„Die kommunale Ebene wird für die Sozialpolitik immer wichtiger – ist aber zeitgleich noch wenig erforscht. Mit der neu eingerichteten Professur schließt die Hochschule eine Forschungslücke“, sagt Prof. Dr. Sigrid Leitner, Prodekanin für Forschung der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln. Aktuelle sozialpolitische Fragestellungen wie die Integration von Geflüchteten oder die Versorgung von Pflegebedürftigen könnten ohne die kommunale Ebene nicht gelöst werden. Die Professur solle unter anderem untersuchen, wie Sozialpolitik auf dieser Ebene wirkt, wie und warum Menschen sozial ausgeschlossen werden und wie kommunale Gemeinschaften aktiv mitgestalten können.

„Unsere Fakultät ist eine der größten Anbieterinnen von Studienplätzen für Soziale Arbeit in Deutschland. Da unsere Absolventinnen und Absolventen zu einem Großteil in den Städten und Gemeinden arbeiten, entsteht durch die neue Professur eine hervorragende Schnittstelle zwischen der Wissenschaft und der kommunalen Sozialpolitik“, so Leitner. Zentraler Bestandteil wird die enge Zusammenarbeit mit Praxispartnern sein. Schon jetzt haben Sozialdezernate aus umliegenden Städten und Gemeinden sowie kommunale Spitzenverbände ihre Kooperationsbereitschaft signalisiert. An der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften wird sich die Professur zudem am Aufbau eines sozialpolitischen Forschungsschwerpunkts beteiligen.

„Die Forschungsprofessur ‚Kommunale Sozialpolitik‘ reiht sich nahtlos in den Anspruch der TH Köln ein, Soziale Innovationen zu gestalten. Die Fragestellungen, mit denen sich der oder die Neuberufene befassen wird, sind tief verankert in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen in unserem Land“, sagt Prof. Dr. Klaus Becker, geschäftsführender Vizepräsident der TH Köln. „Besonders freuen wir uns, dass eine Forschungsprofessur mit verringerter Lehrverpflichtung an eine Hochschule für angewandte Wissenschaften geht.“

Das Fördernetzwerk Interdisziplinäre Sozialpolitikforschung (FIS) soll neue Ansätze in der wissenschaftlichen Erforschung sozialpolitischer Themen unterstützen. In der ersten Förderrunde finanziert das FIS mit Mitteln des BMAS unter anderem vier Stiftungsprofessuren. Neben der TH Köln werden diese an der Technischen Universität Berlin, der Universität Bremen und der Humboldt Universität zu Berlin eingerichtet.

14.6.2017​Logos
Logos (Bild: FIS/BMAS)

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