1,5 Mio. Euro Förderung für neues Industrie 4.0-Projekt

Forschungsverbund von TH Köln, Hochschule Ostwestfalen-Lippe und Wirtschaftsunternehmen zur Optimierung von Produktionsanlagen durch Künstliche Intelligenz

14.9.2018 - Zum Kick-Off-Meeting trafen sich Mitte September die Partner des Forschungsprojekts „KOARCH - Kognitive Architektur für Cyber-physische Produktionssysteme und Industrie 4.0“ am Hochschulstandort Lemgo. Die Hochschulseite wird bei diesem Projekt vertreten durch das Institut für Data Science, Engineering, and Analytics (IDE+A) und das Institut für Informatik der TH Köln sowie durch das Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) der Hochschule Ostwestfalen-Lippe (OWL) in Lemgo. Als Industriepartner arbeiten mit: die Telekom Innovation Laboratories (T-Labs) in Berlin, die telexiom AG in Köln und die OPITZ Consulting Deutschland GmbH in Gummersbach.

KOARCH Projekttreffen: Professor Dr. Oliver Niggemann (1.v.l.) begrüßte Wolfgang Steigerwald (T-Labs), Dr. med. Navid Fazel (Telexiom), Ernst Joachim Steffens (T-Labs), Andreas Bunte (inIT), Prof. Dr. Heide Faeskorn-Woyke (TH Köln), Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein (TH Köln), Jan Strohschein (TH Köln) und Andreas Fischbach (TH Köln). KOARCH Projekttreffen: Professor Dr. Oliver Niggemann (1.v.l.) begrüßte Wolfgang Steigerwald (T-Labs), Dr. med. Navid Fazel (Telexiom), Ernst Joachim Steffens (T-Labs), Andreas Bunte (inIT), Prof. Dr. Heide Faeskorn-Woyke (TH Köln), Prof. Dr. Thomas Bartz-Beielstein (TH Köln), Jan Strohschein (TH Köln) und Andreas Fischbach (TH Köln). (Bild: CENTRUM INDUSTRIAL IT (CIIT))

Mit dem Projekt soll die produzierende Industrie in die Lage versetzt werden, ihre Produktionsanlagen schneller und kostengünstiger umzustellen, wenn neue Produkte zu fertigen sind oder bekannte Produkte in verschiedenen Varianten hergestellt werden müssen. Für solche Produktionsänderungen müssen unterschiedliche Industrie4.0-Geräte und –Komponenten möglichst reibungslos zusammenarbeiten, unabhängig vom jeweiligen Hersteller und seiner spezifischen Software. Verfahren der künstlichen Intelligenz (KI) ermöglichen eine flexible Anpassung und Erweiterung der Anlagen, wobei Fehler selbständig erkannt werden (predictive Control bzw. predictive Maintenance). Dadurch lässt sich viel Zeit und Energie sparen. Im ersten Schritt des Projektes wird dazu eine anpassbare Referenzarchitektur entwickelt, die die praktische Vernetzung verschiedener Anlagen und Systeme ermöglicht. Dabei werden standardisierte Schnittstellen und Analysealgorithmen entwickelt, die man an den Demonstratoren der SmartFactoryOWL, einer Einrichtung des Fraunhofer IOSB-INA und der Hochschule OWL sowie am IDE+A Lab der TH Köln testen will. Langfristig will man die Verfahren in der industriellen Produktion einsetzen.

Andreas Bunte, Promovend an der OWL, führte durch die SmartFactoryOWL Andreas Bunte, Promovend an der OWL, führte durch die SmartFactoryOWL (Bild: Thomas Bartz-Beielstein / TH Köln)

Die Fördermittel von 1.5 Millionen Euro hat das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) über eine Laufzeit von vier Jahren bewilligt. Rund zwei Drittel des Geldes geht an die TH Köln, sie finanziert damit u.a. die Promotionsstellen von Andreas Fischbach (Institut IDE+A) und Jan Strohschein (Institut für Informatik). Fischbach promoviert an der Technischen Universität Dortmund, Strohschein an der Universität Burgos in Spanien. Die dritte Promotionsstelle hat Andreas Bunte inne, er arbeitet am Institut für industrielle Informationstechnik (inIT) in Lemgo und promoviert an der Universität Weimar. Sein Chef ist Prof. Dr. Oliver Niggemann vom inIT, der auch die Projektleitung für KOARCH übernommen hat.

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