Studiengangsleiter

Prof. Dr. Ulf Schremmer

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Telefon+49 221-8275-2225

Institutsleiter

Prof. Dr. Dr. Alexander Lechleuthner

Prof. Dr. Dr. Alexander Lechleuthner

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Telefon+49 221-8275-4568

Rettungsingenieurwesen (Master) – Berufsfelder

Welche Einsatzgebiete ergeben sich nach dem Studium?

Der Master Rettungsingenieurwesen qualifiziert für anspruchsvolle Tätigkeiten in einem breiten, interdisziplinären Berufsfeld. Dieses umfasst operative und vorbeugende Gefahrenabwehr, Sicherheitstechnik sowie Risiko-, Krisenmanagement und den Bevölkerungsschutz.

Die Struktur dieser Berufsfelder entspricht den zentralen Handlungsbereichen des Studiengangs: operative Gefahrenabwehr, vorbeugende Gefahrenabwehr und Sicherheitstechnik.

Operative Gefahrenabwehr, Vorbeugende Gefahrenabwehr und Sicherheitstechnik Die drei Handlungsfelder des Rettungsingenieurwesens (Bild: TH Köln)

Operative Gefahrenabwehr: Analysieren, führen, entscheiden

Im Bereich der operativen Gefahrenabwehr übernehmen Absolvent*innen insbesondere leitende, koordinierende und strategische Aufgaben. Betont werden dabei die Fähigkeit, komplexe Schadensszenarien zu analysieren, zu bewerten und geeignete operative Verfahren des Notfall- und Krisenmanagements zu entwickeln.

Typische Tätigkeiten ergeben sich aus Kompetenzen, die im Studium gezielt aufgebaut werden:

  • Analyse und Bewertung von Ereignisabläufen und Großschadenslagen
  • Führung und Organisation von nationalen und internationalen Einsatzstrukturen
  • Entwicklung von Strategien im Krisenmanagement

Diese Qualifikationen bilden die Grundlage für den Einstieg in das zweite Einstiegsamt der Laufbahngruppe 2 des feuerwehrtechnischen Dienstes (ehemals höherer feuerwehrtechnischer Dienst). Im Mittelpunkt stehen hier nicht einzelne Einsätze, sondern die verantwortliche Steuerung komplexer strategischer Entscheidungen und Maßnahmen.

Vorbeugende Gefahrenabwehr: Risiken bewerten und Systeme gestalten

In der vorbeugenden Gefahrenabwehr arbeiten Absolvent*innen vor allem in analytischen und konzeptionellen Funktionen – häufig in Behörden, Organisationen des Bevölkerungsschutzes oder auf ministerieller Ebene.

Das Modulhandbuch hebt hervor, dass Absolvent*innen:

  • Risiken systematisch beurteilen und reflektieren
  • Managementstrukturen für Krisen und Gefahrenlagen entwickeln
  • rechtliche und organisatorische Rahmenbedingungen berücksichtigen

Diese Kompetenzen spiegeln sich in typischen Tätigkeiten wider:

  • Entwicklung von Risiko- und Krisenmanagementsystemen
  • Bewertung der Resilienz kritischer Infrastrukturen
  • Arbeit an Schnittstellen von Technik, Verwaltung und Recht

Ein wesentlicher Karriereweg sind hier Referent*innen- und Fachstellenpositionen, in denen beispielsweise das Risikomanagement nicht operativ umgesetzt, sondern strategisch geplant, gesteuert und weiterentwickelt wird.

Sicherheitstechnik: Systeme analysieren und weiterentwickeln

Im Bereich der Sicherheitstechnik arbeiten Absolvent*innen an der technischen Bewertung und Optimierung komplexer Systeme – etwa in Industrie, Forschung oder bei Betreibern kritischer Infrastrukturen.

Besonders bedeutend werden hier Kompetenzen wie:

  • ingenieurwissenschaftlicher Analyse komplexer, unvollständig definierter Probleme
  • Entwicklung innovativer, interdisziplinärer Lösungen
  • Nutzung moderner Technologien wie Simulation, KI und Geoinformationssysteme

Daraus ergeben sich typische Tätigkeiten wie:

  • Modellierung und Simulation von Schadens- und Risikoszenarien
  • datenbasierte Bewertung von Risiken, Kapazitäten und Resilienz
  • Entwicklung technischer und organisatorischer Schutzmaßnahmen

Die Arbeit ist dabei bewusst interdisziplinär angelegt und verbindet klassische Ingenieurmethoden mit digitalen und systemischen Ansätzen.

Wissenschaftliche Laufbahn: Forschung, Promotion und Wissenstransfer

Der Masterstudiengang vermittelt gezielt wissenschaftliche Kompetenzen zur Analyse, Bewertung und Weiterentwicklung von Lösungen. Absolvent*innen sind damit für Tätigkeiten in Forschung und Entwicklung ebenso qualifiziert wie für eine anschließende Promotion.

Dies wird betont durch:

  • die Fähigkeit zur kritischen Reflexion wissenschaftlicher Erkenntnisse
  • die Entwicklung neuer Lösungsansätze für komplexe Problemstellungen
  • die Einbindung in interdisziplinäre Forschungszusammenhänge

Damit eröffnet der Studiengang einen interdisziplinären Zugang zur wissenschaftlichen Laufbahn – sowohl im technischen als auch im gesellschaftlichen Kontext der Gefahrenabwehr.

Was alle Berufsfelder verbindet

Alle Berufsfelder basieren auf einem gemeinsamen Kompetenzprofil:
Absolvent*innen sind in der Lage, komplexe, unvollständig definierte Probleme zu analysieren, interdisziplinär zu bearbeiten und eigenständig Lösungen zu entwickeln.

Dazu gehören insbesondere:

  • systematische Analyse und Bewertung von Risiken und Szenarien
  • Entwicklung schutzzielorientierter Maßnahmen unter technischen, organisatorischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
  • Einsatz digitaler Werkzeuge zur datenbasierten Entscheidungsunterstützung
  • Teamarbeit, Kommunikation und Führung in komplexen Projekten

So qualifiziert der Master nicht nur für konkrete Berufsfelder, sondern für eine übergreifende Rolle: die aktive Gestaltung der Gefahrenabwehr in einer komplexen, vernetzten und dynamischen Welt.

Studiengangsleiter

Prof. Dr. Ulf Schremmer

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Telefon+49 221-8275-2225

Institutsleiter

Prof. Dr. Dr. Alexander Lechleuthner

Prof. Dr. Dr. Alexander Lechleuthner

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Telefon+49 221-8275-4568


M
M