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Traineeprogramm erleichtert ausländischen Fachkräften den Einstieg in den Arbeitsmarkt

Um ausländischen Ingenieuren und Informatikern den Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern, bieten die TH Köln und die Otto Benecke Stiftung e.V. ein viermonatiges Traineeprogramm an.

Auf dem Lehrplan stehen unter anderem Ingenieurwissenschaften und Mathematik, fachübergreifende Schlüsselqualifikationen sowie berufsbezogene Sprachkenntnisse. Der Kurs mit 18 Trainees unter anderem aus Syrien, dem Iran, Jordanien und Rumänien startet Ende August. Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie den Europäischen Sozialfond mit rund 100.000 Euro gefördert.

Die Teilnehmenden sowie Dozentinnen und Dozenten des Traineeprogramms für ausländische Ingenieure und Informatiker
Die Teilnehmenden sowie Dozentinnen und Dozenten des Traineeprogramms für ausländische Ingenieure und Informatiker (Bild: Costa Belibasakis/TH Köln)

Zugewanderte Akademikerinnen und Akademiker sind eine Bereicherung für den deutschen Arbeitsmarkt. Einige haben jedoch noch Defizite im Fachdeutsch ihrer jeweiligen Disziplin oder es fehlen ihnen spezifische Fachkenntnisse. Hier setzen wir mit unserem Traineeprogramm an, in dem fachliche, überfachliche, sprachliche sowie interkulturelle Inhalte und Lernziele eng aufeinander abgestimmt sind“, erläutert der wissenschaftliche Leiter des Projektes, Prof. Dr. Axel Faßbender von der Fakultät für Fahrzeugsysteme und Produktion der TH Köln. Zielgruppe sind arbeitslose Zuwanderer, die ihren Hochschulabschluss oder ihre Berufserfahrung im Ingenieur- oder Informatikbereich im Ausland erworben haben.

Acht Professorinnen und Professoren aus vier Fakultäten sowie Dozenten des Sprachlernzentrum der TH Köln unterrichten die Teilnehmenden unter anderem in gesetzlichen Normen und Standards, fachspezifischen EDV-Kenntnissen und Soft Skills. Dabei lernen die Trainees etwa, Prozesse zu planen, zu steuern und zu überwachen sowie an der Entwicklung von Anlagen und Ausrüstungen mitzuwirken. Individuelle Schwerpunkte können sie entsprechend ihrer Vorbildung, den persönlichen Interessen und des Berufswunsches setzen.

„Die zugewanderten Ingenieure bringen vielfältige Kenntnisse, Talente und Qualifikationen aus ihren Heimatländern mit. Mit unserem Programm vermitteln wie ihnen das Wissen und die Fähigkeiten, die für einen erfolgreichen beruflichen Lebensweg erforderlich sind. Damit schaffen wir für unsere Teilnehmer eine Brücke in einen Beruf und leisten damit gleichzeitig einen Beitrag zur Deckung des Fachkräftebedarfes der deutschen Wirtschaft“, so der Geschäftsführende Vorsitzende der OBS, Dr. Lothar Theodor Lemper.

Nach Abschluss des Traineeprogramms sind die Teilnehmenden in der Lage, ingenieurwissenschaftliche Inhalte und Probleme mit Fachleuten in deutscher Sprache zu erörtern und die Ergebnisse ihrer Arbeit schriftlich und mündlich darzustellen. „Zudem spielt das Bewerbungsverfahren eine wichtige Rolle. Unter anderem analysieren die Trainees Stellenausschreibungen, erarbeiten einen aussagekräftigen Lebenslauf und simulieren Bewerbungsgespräche“, so Faßbender. Unternehmensbesuche und Gastvorträge vermitteln Einblicke in die berufliche Praxis in Deutschland und ermöglichen die Kontaktaufnahme mit potentiellen Arbeitgebern.

Die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung der TH Köln betreut die Teilnehmenden sowie Dozentinnen und Dozenten und organisiert, koordiniert und evaluiert die Maßnahme in enger Abstimmung mit der Otto Benecke Stiftung e.V.

Die TH Köln bietet Studierenden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus dem In- und Ausland ein inspirierendes Lern-, Arbeits- und Forschungsumfeld in den Sozial-, Kultur-, Gesellschafts-, Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zurzeit sind mehr als 25.000 Studierende in über 90 Bachelor- und Masterstudiengängen eingeschrieben. Die TH Köln gestaltet Soziale Innovation – mit diesem Anspruch begegnen wir den Herausforderungen der Gesellschaft. Unser interdisziplinäres Denken und Handeln, unsere regionalen, nationalen und internationalen Aktivitäten machen uns in vielen Bereichen zur geschätzten Kooperationspartnerin und Wegbereiterin. Die TH Köln wurde 1971 als Fachhochschule Köln gegründet und zählt zu den innovativsten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften.

Die Akademie für wissenschaftliche Weiterbildung ist eine zentrale wissenschaftliche Einrichtung der TH Köln. Ihr Angebot umfasst weiterbildende Masterstudiengänge und Zertifikatslehrgänge, die auf berufsspezifische Anforderungsprofile abgestimmt sind und Weiterbildungsinteressierten die Vertiefung und Ergänzung ihres Wissens und ihrer Handlungskompetenzen berufsbegleitend ermöglichen. Für Unternehmen werden auf die individuellen Bedarfe zugeschnittene Weiterbildungen angeboten.

Die Otto Benecke Stiftung e.V. ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in Bonn, parteipolitisch und weltanschaulich neutral. Wir setzen uns seit über 50 Jahren ein für die gesellschaftliche Teilhabe von Zugewanderten und deren Nachkommen. Wir qualifizieren durch Bildungsmaßnahmen, Veranstaltungen und Projekte und fördern so die soziale, ökonomische und individuelle Leistungs- und Partizipationsfähigkeit von Zugewanderten.

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