Kontakt & Service

Toleranzpreise

Für einen grenzüberschreitenden Dialog und gegen Rassismus: Der Vorsitzende der Welt-Bektaschi-Vereinigung in Tirana/Albanien, Hadjji Dede Baba Edmond Brahimaj, Prof. Dr. h.c. mult. Andrea Riccardi, und Prof. Dr. Dr. Walter Homolka, Rabbiner, Rektor des Abraham Geiger Kollegs und Professor für Jüdische Religionsphilosophie der Neuzeit, wurden in der Aula mit den Toleranzringen ausgezeichnet.

Stellvertretend für Prof. Dr. Riccardi, den Begründer der Gemeinschaft Sant’Egidio, hat Dr. Klaus Reder von der Würzburger Sant’Egidio-Gemeinschaft, die Auszeichnung in Empfang genommen.

Zum 24. Mal hat die Europäische Akademie der Wissenschaften und Künste den Toleranzpreis vergeben. „Das moderne Europa baut im Kern auf Toleranz auf. Das ist seine Stärke, aber auch seine große Gefährdung. In den europäischen Gesellschaften spüren wir ein zunehmendes Klima der Intoleranz und Unduldsamkeit“, sagte Prof. Dr. Klaus Mainzer, Präsident der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste. „Die Pandemie hat dies wie unter einem Brennglas sichtbar gemacht.“ Die Verleihung des Toleranzpreises erhalte eine neue Dimension und Aktualität. „Wir müssen uns positionieren und die offene tolerante Gesellschaft stärken und verteidigen“, unterstrich auch Prof. Dr. Ansgar Büschges, Prorektor für Akademische Karriere und Chancengerechtigkeit der Universität zu Köln. Respekt, Akzeptanz und Toleranz seien die Basis für eine gelingende Gesellschaft, hatte Oberbürgermeisterin Henriette Reker in einem Videogruß betont. Grenzen auch zwischen Generationen zu überwinden, spiegele sich auch in dem Preisprogramm, hatte Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident der TH Köln, bei seiner Begrüßung betont.

Denn neben den Toleranzringen wurde auch der Preis „Toleranz macht Schule – Schule der Toleranz“ von der Universität zu Köln und die Europäische Akademie der Wissenschaften vergeben. Drei Schulen aus dem Raum Köln erhielten für ihre pädagogischen Konzepte und für ihr Selbstverständnis ein Preisgeld von 2000 €: die Rosenmaarschule (Kölner Grundschule), die Peter-Jordan-Schule (Förderschule der Stadt Hückelhoven) und die Offene Schule Köln (Gesamtschule). Die Schulen wurden von Lehramtsstudierenden der Universität zu Köln nominiert und von einem Fachgremium der Universität zu Köln sowie dem Kölner Kuratorium zur Verleihung der Toleranzringe der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste ausgewählt. Die diesjährige Preisverleihung an die Schulen wurde vom Verein „Wir helfen“ des Kölner Stadt-Anzeigers und der Deutschen Bank AG unterstützt.

November 2021

M
M