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TH Köln erfolgreich beim Wettbewerb „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“

Die TH Köln war im Wettbewerb „Hochschullehre durch Digitalisierung stärken“ der Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ erfolgreich: Das Projekt „REDiEE“ erhält eine Förderung von 3,05 Millionen Euro. Zudem wird das Verbundvorhaben „NOVA:ea“, an dem die TH Köln beteiligt ist, mit 2,3 Millionen Euro gefördert. Die Vorhaben starten im August 2021 und werden für drei Jahre finanziert.

„Mit der durch die Corona-Pandemie erzwungenen Umstellung auf onlinebasiertes Lehren und Lernen haben wir einen Digitalisierungsschub erlebt. Diesen Impuls konnten wir im Laufe des vergangenen Jahres bereits nutzen, um vielfältige digitale Prozesse, Praktiken und Strukturen auszubauen und zu etablieren“, sagt Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der TH Köln. „Die Förderung wird uns nun dabei helfen, die bestehenden Angebote zu festigen beziehungsweise sie weiterzuentwickeln und ermöglicht es zudem, die Lehre insgesamt innovativer aufzustellen.“

Transfermodell für ingenieurwissenschaftliche Studiengänge

Im Vorhaben „Roll-out, Empowerment, Design in Engineering Education“ (REDiEE) soll ein neues Transfermodell für die 23 ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge an der TH Köln entwickelt werden. Denn der Umgang mit zunehmend komplexen Zusammenhängen erfordert von Ingenieurinnen und Ingenieuren ein ganzheitliches Verständnis der Herausforderungen des digitalen Wandels. „Künftige Absolventinnen und Absolventen müssen ausgeprägter als bisher fachlich-methodische und überfachliche Kompetenzen, sogenannte Future Skills wie digitale Kompetenzen, miteinander verknüpfen – und da setzt ,REDiEE‘ an“, so Heuchemer, die das mit 3,05 Millionen Euro geförderte Projekt leitet.

In einem ersten Schritt soll zunächst ein Transfermodell entwickelt werden. Dazu ist geplant, hybride Lehr- und Lernsettings wie Flipped und Flex Classroom, Challenge-based-Learning und Game-based-Learning weiterzuentwickeln. Die Ansätze Flipped und Flex Classroom verlagern die Wissensaneignung ganz oder teilweise ins Selbststudium. Bei Challenge-based-Learning geht es um die Lösung realer Herausforderungen in Wettbewerben. Und Game-based-Learning setzt auf spielerisches Lernen, etwa mit Hilfe von Mixed Reality Games. Für diese Ansätze sollen die technische Ausstattung und digitale Infrastruktur an der Hochschule ausgeweitet werden. Zudem sind neue Weiterbildungsangebote des Zentrums für Lehrentwicklung (ZLE) der TH Köln geplant.

Um das Transfermodell auch auf curricularer Ebene zu verankern, wird in einem zweiten Schritt ein neuer Maschinenbau-Bachelorstudiengang entwickelt. Dieser soll die zuvor erarbeiteten Lehr- und Lernsettings sowie ingenieurwissenschaftliche Studieninhalte miteinander verknüpfen. „Ziel ist es, Studierenden einen kontinuierlichen Kompetenzerwerb und eine systematische Perspektive auf den digitalen Wandel zu ermöglichen“, sagt Heuchemer. Der neue Studiengang wird ab August 2021 von einem Expert*innen-Team aus Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik, Design und Betriebswirtschaftslehre konzipiert. Geplanter Start ist im Wintersemester 2022/2023.

Studiengerechte Prüfungsszenarien

Im Verbundvorhaben „Innovationscluster E-Assessment – Diversität, Didaktik, Technologien“ (NOVA:ea) wollen die RWTH Aachen (Projektleitung), die TH Köln, die Fernuniversität Hagen und das Deutsche Institut für Erwachsenenbildung – Leibniz Zentrum für Lebenslanges Lernen in Bonn gemeinsam E-Assessments an Hochschulen optimieren. Ziel des neuen Innovationsclusters ist es, studiengerechte Prüfungsszenarien zu fördern. „Dazu werden wir bestehende E-Assessment-Formate weiterentwickeln und Konzepte für hybride sowie für On-Demand-Online-Klausuren, also flexible Prüfungen, erarbeiten“, sagt Prof. Dr. Ingo Stadler vom Cologne Institute for Renewable Energy (CIRE) der TH Köln, der das Teilprojekt an der Hochschule leitet. Die im Verbund erarbeiteten Konzepte sollen anschließend am CIRE angewendet und erprobt werden. Der Anteil der TH Köln an der Gesamtförderung von 2,3 Millionen Euro liegt bei rund 600.000 Euro.

Juni 2021

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