Summer School an der University of Seoul

Nicole Keitel, 22, studiert Wirtschaftsrecht an der TH Köln. Für uns hat sie ihre Erlebnisse der Summer School der University of Seoul zusammengefasst.

Eine Summer School während der Semesterferien in einem fernen asiatischen Land besuchen, was bedeutet das? Für mich definitiv einer der besten Sommer meines Lebens! Bereits im Sommer 2018 habe ich von dem Programm erfahren und mich nach Gesprächen mit den Ansprechpartnern im Referat für Internationale Angelegenheiten und Kommilitonen sofort entschieden, dass ich meinen Sommer 2019 Südkorea, genauer gesagt in Seoul verbringen werde. Nachdem ich von der TH Köln nominiert wurde, bekam ich sehr schnell eine Bestätigungsmail und  konnte ich es gar nicht glauben. Ein paar Monate später ging dann auch schon der 17-Stunden-Flug nach Seoul.

Die SISS, die Seoul International Summer School der University of Seoul, bietet den internationalen Studenten viele Kursmöglichkeiten an, in meinem Fall waren es Beginning Korean Language und Exploring Korean Culture. Zwei Kurse, die wirklich machbar waren und auch nicht zu stressig waren. Schließlich hatte ich ja Semesterferien und wollte Land und Leute kennenlernen. Durch das Peer Advocat Programm der UOS, war man auch in ständigem Kontakt zu seinem koreanischen Buddy. Mein Buddy Kim Hyorim war sogar meine Mitbewohnerin über die Zeit. Neben den vielen koreanischen Kontakten, die man knüpfen kann, lernt man auch viele andere internationale Studenten kennen. Unter den 137 internationalen Studenten waren wir nur 8 Deutsche, unzählige Amerikaner und Kanadier waren auch Teil der Summer School. Man kann sagen, dass bis auf Afrika und Ozeanien alle Kontinente vertreten waren. Eine Teilnahme an einer Summer School ist also eine super Möglichkeit Leute aus der ganzen Welt kennenzulernen.

Summer School in Seoul Eröffnung der Summer School in Seoul (Bild: Nicole Keitel)

In dem Monat, den ich Seoul verbracht habe, hatten wir tatsächlich nur 14 Tage Vorlesung, an den anderen Tagen waren wir in ganz Südkorea unterwegs. Immer mit dabei war ein professionelles Team, das uns fotografiert und gefilmt hat, um uns am Ende des Programms einen kleinen Aftermovie zu zeigen. Ein Highlight war der mehrtägige Ausflug auf die Insel Jeju. Während all dieser Ausflüge konnten wir mehr von der koreanischen Kultur und Küche kennenlernen. Ob koreanisches BBQ oder Bibimbap und als Sidedish immer eine Schüssel Kimchi -  wir haben uns quer durch die koreanische Küche gefuttert. Was die University of Seoul uns alles geboten hat, ist gar nicht in Worte zu fassen.

Auch an freien Tagen oder nach den Vorlesungen hatten wir genug Zeit um uns Seoul und Umgebung anzugucken. Ein persönliches Highlight war eine Tour an die DMZ und JSA, also die nordkoreanische Grenze. Wann hat man nochmal die Chance so nah an Nordkorea zu gelangen? Die Zeit mit den Buddies und neuen Freunden war großartig. Feiern, shoppen, sightseeing, Karaoke, Kino, K-POP hören, Taekwondo trainieren…. wir haben es alles gemacht und sehr genossen.

Irgendwann mussten dann aber doch auch Klausuren geschrieben werden. Lernen war also auch Teil des Programms, aber meiner Meinung nach war dies nicht zu vergleichen mit dem Aufwand, den wir hier in Deutschland haben. Außerdem hat es mir Spaß gemacht Koreanisch zu lernen.

Nach einem Monat war es dann auch schon Zeit sich von seinen neuen Freunden zu verabschieden. Und tatsächlich kamen vielen die Tränen, aber nun habe ich die Chance die Welt zu bereisen um meine Freunde zu besuchen. Besonders ans Herz ist mir aber Hyorim, mein Buddy gewachsen. Und tatsächlich kommt sie schon Ende September nach Deutschland, um an der TH Köln ihr Auslandssemester zu absolvieren. Besser hätte es für mich nicht laufen können. Neben dem Programm selber und den Orten, die wir bereist haben, sind die Menschen, die Teil der SISS 2019 waren, etwas ganz Besonderes. Ob man sich nun auf Instagram folgt oder Facebook Freundschaften geschlossen hat, man kann immer gucken was die anderen in ihren Ländern machen. Besonders glücklich bin ich über die Freundschaften, bei denen man weiß, dass sie auch über das Programm hinaus bestehen bleiben.

Wem würde ich das SISS Programm empfehlen? Eigentlich jedem, der Lust auf neue Länder und Kulturen hat. Besonders denen, die vielleicht nicht unbedingt ein ganzes Semester im Ausland verbringen möchten. Egal ob man KPOP Fan oder Taekwondo Sportler ist oder wirklich keine Ahnung von Seoul hat, das Programm ist für jeden etwas und hat mir einen der besten Sommer meines Lebens ermöglicht!

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