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Staatsbesuch an der TH Köln

Nikol Pashinya, Ministerpräsident der Republik Armenien (Bild: Michael Bause/TH Köln)

Der Ministerpräsident der Republik Armenien, S.E. Nikol Pashinyan, hat am Donnerstag, 31. Januar 2019, mit einer Delegation die TH Köln besucht. Auf dem Campus Südstadt tauschte er sich mit der Hochschulleitung sowie Vertreterinnen und Vertretern der Fakultäten über Forschung, Wissenschaftsorganisation und Lehre aus.

Zudem unterzeichneten die TH Köln und die National Polytechnic University of Armenia eine Absichtserklärung zur akademischen Kooperation. In seiner Rede sprach Ministerpräsident Pashinyan über „Armenia after the Velvet Revolution: Fulfilling the Promise of the Digital and Technological Age“.

„Die digitale Revolution verspricht uns Freiheit, Unabhängigkeit, Kooperation und Austausch ohne Grenzen“, sagte Ministerpräsident Pashinyan in seiner Rede. Neue Kommunikationswege seien von den Behörden nicht zu kontrollieren und ermöglichten es den Bürgerinnen und Bürgern, ihre Stimme zu erheben. Dies sei auch bei der gewaltfreien „samtenen Revolution“ in Armenien geschehen. „Über Social Media taten sich die Armenier zusammen, um sich gegen die Regierung zu stellen. Sie beendeten so eine Ära der schlechten Regierungsführung und des Missbrauchs fundamentaler Rechte und Freiheiten“, so Pashinyan weiter.

Nach der erfolgreichen politischen Revolution stehe das armenische Volk jetzt vor einer weiteren, nicht weniger wichtigen Aufgabe: der dringend benötigten ökonomischen Revolution. „Die armenische Regierung gibt der Entwicklung des Hightech-Sektors deshalb eine besonders hohe Priorität und knüpft damit an jahrzehntelange Tradition an, denn unser Land war zu Zeiten der Sowjetunion bekannt als das ‚Silicon Valley‘ der  UDSSR“, so der Ministerpräsident. Um dies zu erreichen, sei auch der Bildungssektor auf moderne Technologien ausgerichtet worden. Dies gelte etwa für die National Polytechnic University of Armenia, mit der die TH Köln eine Absichtserklärung zur akademischen Kooperation unterzeichnet hat. „Angesichts des Potenzials der beiden Hochschulen habe ich keine Zweifel daran, dass wir in der nahen Zukunft über  erfolgreiche gemeinsame Projekte sprechen können“, sagte Pashinyan.

„Internationalität gehört für uns an der TH Köln zu unseren grundlegenden Werten. Wir möchten die interkulturellen Kompetenzen unserer Studierenden fördern, die in der globalen Arbeitswelt mehr und mehr an Bedeutung gewinnen. Darüber hinaus vollzieht sich Wissenschaft seit jeher in Netzwerken über Landes- und Staatsgrenzen hinweg. Dazu möchten wir gerne im Austausch mit internationalen Partnern weiter beitragen; insofern ist es für uns eine außerordentliche Ehre, dass der Ministerpräsident der Republik Armenien, S. E. Nikol Pashinyan, im Rahmen seines Staatsbesuchs an unserer Hochschule zu Gast war“, betonte Prof. Dr. Stefan Herzig, Präsident der TH Köln.

Der Besuch an der TH Köln war die erste Station eines Staatsbesuchs von Ministerpräsident Pashinyan in Deutschland. Im Anschluss stand ein Zusammentreffen mit Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker auf dem Programm. Am 1. Februar 2019 wird er in Berlin von Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Schäuble empfangen.

Ministerpräsident Nikol Pashinyan führte 2017 und 2018 die so genannte samtene Revolution in Armenien an. Im Mai 2018 wurde er zum Ministerpräsident gewählt und im Dezember 2018 in diesem Amt bestätigt. Die Bundesregierung unterstützt Armenien bei der Annäherung an die EU und an die NATO.

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