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Stephan Herma

Hochschulreferat Internationale Angelegenheiten

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Pamoja: Buddy-Programm für Geflüchtete

Das Buddy-Programm Pamoja der TH Köln hilft studieninteressierten Geflüchteten, sich an der TH Köln zurechtzufinden, indem es ihnen Studierende vermittelt, die sich an der Hochschule schon auskennen.

Wie bewirbt man sich für einen Studiengang an der TH Köln und wie schreibt man sich ein? Für was ist die Zentrale Studienberatung zuständig und für was das International Office?  Wie funktioniert die Rückmeldung oder die MultiCa? Und was bedeutet eigentlich PSSO?
Diandra Preiß organisiert als eine der studentischen Hilfskräfte mit ihrem Team das Pamoja-Programm im International Office.

Fünf Personen halten bunte Papierbuchstaben P A M O J A.
Das Pamoja-Team: v.l. Muhanad Khayal, Özge Odabasi, Diandra Preiß, Désiréé Woinowski, Robin Bloniarz (Bild: Pamoja/TH Köln)

Was erwartet mich als StudentIn, wenn ich mich bei Pamoja anmelde?
Diandra Preiß: Wir vermitteln die Buddy-Paare. Wenn möglich achten wir dabei auf die Studiengänge, den Campus – aber auch Hobbies oder Interessen können bei der Anmeldung angegeben werden. Zuerst gibt es dann eine Einführungsveranstaltung, in der das Programm vorgestellt wird. Dort wird erklärt, was von den Buddies erwartet wird – z.B. dass sie sich, wenn möglich, einmal in der Woche treffen sollten. Aber auch, was nicht von ihnen erwartet wird – dass sie nämlich nicht Studien- oder Lebensberater sein müssen.

Viel mehr Vorgaben machen wir eigentlich nicht. Wir bieten ein- bis zweimal im Monat Aktivitäten an wie beispielsweise bereits zum zweiten Mal einen kulinarischen Abend, bei dem alle Tandems etwas aus ihrer Kultur beisteuern oder aber Ausflüge wie zum Acoustic Slam oder zu einem Fußballspiel – einmal gab es Pizza für alle! Zu unseren Veranstaltungen sind immer alle Pamoja-Teilnehmer eingeladen. Und wir sind natürlich ansprechbar bei Fragen oder Problemen.

Wie wird das Pamoja-Programm bisher angenommen?
Diandra Preiß: Das Programm läuft seit dem Wintersemester 2016/2017. Bisher haben wir rund 80 Buddy-Paare und viele positive Rückmeldungen. Wir bieten den Studierenden einen Nachweis über ihr ehrenamtliches Engagement, wenn sie ein Semester dabeibleiben. Unsere Hoffnung war aber, dass der Nachweis nicht der Hauptanreiz ist, sondern dass Freundschaften zwischen den Buddies entstehen. Das scheint auch aufzugehen – Viele bleiben nach dem halben Jahr dabei.

Unseren Buddies macht es großen Spaß, sich auszutauschen: Die TH-Buddies sind Experten, wenn es um die deutsche Sprache und das Bildungssystem hier geht; die geflüchteten Buddies erzählen gerne von ihrer Kultur und den Traditionen. So ist es ein Mehrwert für alle Beteiligten. Da wird der Vorteil durch das ehrenamtliche Engagement bei der Stipendienvergabe schnell zur Nebensache.

Die Nachfrage der Geflüchteten nach dem Programm ist sehr groß, deswegen suchen wir noch Studierende, die Lust haben, sich bei Pamoja anzumelden.

Dann machen Sie doch mal Werbung: Warum sollten Studierende bei Pamoja mitmachen?
Diandra Preiß: Aus verschiedenen Gründen: Da ist zum einen der vielfältigen kulturellen Austausch mit Menschen aus den verschiedensten Ländern. Man unterstützt Geflüchteten dabei, an der Hochschule anzukommen und sich zu intergrieren. Darüberhinaus organisieren wir mehrmals im Monat Veranstaltungen, in denen sich die Buddy-Tandems kennenlernen und vernetzen können. Man lernt also nicht nur seinen Buddy kennen, sondern auch Kommilitoninnen und Kommilitonen aus verschiedenen Fachrichtungen.
Die Teilnahmebescheinigung vom International Office für ehrenamtliche Arbeit in unserem Programm habe ich ja schon erwähnt. Die macht sich gut im Lebenslauf und bei Stipendienbewerbungen (z.B. PROMOS).
Zum Schluss darf man nicht vergessen, dass sich schöne Freundschaften zwischen den Buddies entwickeln können.

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