Bachelorstudiengang Logistik an der Fachhochschule Köln gestartet

Unter den rund hundert Gästen waren viele Vertreter deutscher Logistikunternehmen. (Bild: Costa Belibasakis / FH Köln)

"Wir bringen Sie voran". Unter diesem selbstbewussten Motto startete am Montag, 9. Oktober 2013, offiziell der neue Bachelorstudiengang Logistik mit einer Eröffnungsfeier an der Fachhochschule Köln. Unter den rund 180 Gästen waren viele Vertreterinnen und Vertreter deutscher Unternehmen wie UPS, Hafen Hamburg, Deutsche Umschlagsgesellschaft Schiene-Straße, RWE, Schenker und Rewe Group.

Schon jetzt blicken sie mit großem Interesse auf die zukünftigen Absolventinnen und Absolventen. "Die Fachhochschule Köln ist für uns ein ganz wichtiger Partner", betonte Ulf Reichardt, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Köln und ergänzt: "Der Studiengang ist hier richtig angesiedelt."

Prof. Dr.-Ing. Christoph Seeßelberg, Präsident der Fachhochschule Köln, freute sich über das überregionale Interesse am neuen Studiengang Logistik.Prof. Dr.-Ing. Christoph Seeßelberg, Präsident der Fachhochschule Köln, freute sich über das überregionale Interesse am neuen Studiengang Logistik. (Bild: Costa Belibasakis/FH Köln)

Die überregionale, positive Resonanz freut auch Prof. Dr. Christoph Seeßelberg, auch wenn der Bachelorstudiengang primär wegen des regionalen Bedarfs und der Stadt Köln als Logistikzentrum eingeführt wurde, so der Präsident der Fachhochschule Köln. Köln ist ein traditioneller Knotenpunkt der Logistik. Alleine der Flughafen Köln/Bonn wickelt 44 Prozent seines Verkehrs bereits als Luftfracht ab, Tendenz steigend. Hinzu kommen die Umschlagplätze der Binnenhäfen, der Bahn und anderer Verkehrswege. Die Branche expandiert und sucht Nachwuchs für Führungs- und Managementaufgaben.

Auch Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen Köln/Bonn GmbH, betonte in seiner Festrede die zentrale Lage Kölns in Europas stärkster Import-Export-Region. Im Umkreis von 500 Kilometern würden 40 Prozent des europäischen Bruttosozialprodukts generiert. "Was lange währt, wird endlich gut", so Garvens, der auch Kuratoriumsmitglied der Hochschule ist. Denn bereits vor zehn Jahren hätte man gemeinsam mit diesem Studiengang geliebäugelt. Die weiteren Festredner waren Prof. Dr. Dietrich Stein, Geschäftsführer CargoCap GmbH sowie Dr. Keith Ulrich, Geschäftsführer Athenga GmbH.

Michael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen Köln/Bonn GmbH, betonte die zentrale Lage Kölns in Europas stärkster Import-Export-RegionMichael Garvens, Vorsitzender der Geschäftsführung Flughafen Köln/Bonn GmbH, betonte die zentrale Lage Kölns in Europas stärkster Import-Export-Region (Bild: Costa Belibasakis/FH Köln)

Nicht nur die Unternehmen zeigen großes Interesse. Über 1000 Bewerbungen auf die 65 Studienplätze übertreffen die Erwartungen von Studiengangsleiter Prof. Dr. Hartmut Reinhard. Der interdisziplinäre Bachelor wurde gemeinsam konzipiert vom Schmalenbach Institut für Wirtschaftswissenschaften und dem Institut für Produktion. Neben den klassischen betriebswirtschaftlichen und ingenieurwissenschaftlichen Themen von Beschaffungslogistik bis Zollrecht bietet der Lehrplan Bereiche, die für die Logistikbranche innovativ sind: "Wir wollen nach vorne und neue Trends in die Branche bringen. Zum Beispiel den Einsatz von RFID, nicht nur beim Transport sondern auch in der Lagerei. Oder die grüne Logistik. Ein anderes Themengebiet ist Sicherheit im Zusammenhang mit Anti-Terror-Maßnahmen. Hier müssen Logistik und Zoll eng zusammenarbeiten, um für eine sichere Supply-Chain zu sorgen", so Reinhard.

Small-Talk: Studiengangsleiter Prof. Dr. Hartmut Reinhard (re.) mit Hans Pieper, Geschäftsführer Deutsche Umschlagsgesellschaft Schiene-Straße.Small-Talk: Studiengangsleiter Prof. Dr. Hartmut Reinhard (re.) mit Hans Pieper, Geschäftsführer Deutsche Umschlagsgesellschaft Schiene-Straße. (Bild: Costa Belibasakis/FH Köln)

Neben zukunftsweisenden Inhalten ist der Studiengang praxisnah aufgebaut. Das Interesse der Unternehmen zeigt sich laut Reinhard auch in den Zusagen der Firmen, gemeinsame studentische Projekte und Abschlussarbeiten anzubieten. Potenzial sieht die Hochschule außerdem in der Forschung, sei es, um konkrete Lösungen für Projektpartner zu entwickeln oder allgemeinere Fragestellungen der Logistik wissenschaftlich zu untersuchen.

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