Neuberufen 2018: Prof. Dr. Konrad Förstner

Prof. Dr. Konrad Förstner (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften/ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften Lehr-/Forschungsgebiet: Informationskompetenz


Studium Biochemie und Informatik an der Universität Greifswald
Promotion „Computational Analysis of Metagenomic data: Delineation of Compositional Features and Screens for Desirable Enzymes” am European Molecular Biology Laboratory, Heidelberg
Berufliche Stationen (u. a.)
- Promotionsstipendiat am European Molecular Biology Laboratory, Heidelberg
- Selbständiger Softwareentwickler und Trainer für bioinformatische Software
- Leiter der Bioinformatik, später Gesamtleiter der Core Unit Systemmedizin, Universität Würzburg

Als Kind habe ich mehrmals versucht, Programmieren zu lernen, und es jedes Mal abgebrochen, weil mein Programmierbuch keine sinnvollen Beispiele für mich enthielt. Als Student hatte ich zahlreiche Anwendungen und es schnell gelernt. Dies ist zu meiner persönlichen Anekdote geworden, dass intrinsische Motivation alles ist.

Wenn ich heute Student wäre, würde ich ganz tief in die Abgründe der Mathematik eintauchen und zudem viel mehr reisen.

Open Knowledge ist für mich das erklärte und fundamentale Ziel, da ich überzeugt bin, dass es die Grundlage für Wohlstand, Gesundheit und Zufriedenheit für alle Menschen auf diesem Planeten bedeutet.

Eine Professur in zwei Einrichtungen finde ich ungemein spannend. Es bietet schon jetzt sehr viele Synergien. Zudem bin ich als Bioinformatiker gewohnt, im Spannungsfeld von Themen sowie Fachbereichen zu agieren und Vermittler zu sein. Es ist quasi mein natürliches Habitat.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen beim Brückenschlagen zwischen WissenschaftlerInnen und BibliothekarInnen, um Daten- und Wissensaustausch so effizient wie möglich zu gestalten.

Ich würde gerne herausfinden, ob man bei Interviews mit Hochschulzeitungen zu allen Fragen ausreichend informative, bisweilen hoffentlich auch lustige Antworten geben kann, auch ohne rekursiv auf die Metaebene zu wechseln.

Kein Campus ohne Studentendasein – zusammen leben, lernen und gelegentlich auch mal leiden. Spaß haben und Feiern sollte ebenso ein integraler Bestandteil sein. Besonders in dieser Hinsicht stellt Köln einen enorm starken Standort dar.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, war The Daily Stoic von Ryan Holiday. Eine inspirierende und gut aufbereitete Einführung in den angewandten Stoizismus. Das Buch sollte man eigentlich in kleinen Stücken täglich lesen, aber dazu ist es zu interessant.

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