Neuberufen 2017: Prof. Dr. Claudia Ziller

Prof. Dr. Claudia Ziller (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme, Lehrgebiet: Strömungstechnik


Studium Maschinenbau an der RWTH Aachen und am Dartmouth College, Hannover, USA

Promotion "Natürliche Lüftung durch Doppelfassaden" an der RWTH Aachen

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Award for Academic Excellence Dartmouth College 1992
  • Wissenschaftliche Assistentin am Lehrstuhl für Stahlbau der RWTH Aachen
  • Projektleiterin im Ingenieurbüro Feldmann + Weynand GmbH
  • Lehrbeauftragte an der TH Köln

Als Kind hatte ich viele Ideen, was aus mir werden könnte – ganz hoch im Kurs stand ein Beruf als Künstlerin oder Tierärztin.

Wenn ich heute Studentin wäre, würde ich wahrscheinlich kaum etwas anders machen. Rückblickend war meine Studienzeit sowohl persönlich als auch berufsvorbereitend sehr wertvoll.

Zur Strömungsmechanik kam ich in einer so genannten Selbstrechenübung, in der wir in einer kleinen, aber festen Gruppe von Studierenden zwei Semester lang um die Wette rechneten und dazu verschiedene Lösungswege und die Theorie diskutierten. Dieses engagierte Erarbeiten der Thematik hat mein Interesse an der Strömungsmechanik geweckt.

Wind ist eine Strömung, die von Ingenieuren ganz unterschiedlich berücksichtigt werden muss: Aus Wind kann Energie gewonnen werden. Durch die Berücksichtigung des Windes bei der Planung von Städten und Gebäuden kann viel Energie gespart werden, er verursacht aber auch Lasten und bringt Bauwerke zum Schwingen.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen in einer praxisnahen Lehre, in der ich die Freude am Studieren und an der zukünftigen Arbeit als Ingenieurin bzw. Ingenieur wecken möchte.

Ich würde gerne herausfinden, ob es wirklich so viele Schafe in Neuseeland gibt, wie entspannend ein Bad in isländischen heißen Quellen ist, wie südafrikanischer Wein vor Ort schmeckt ...

Auf meinem Schreibtisch liegt in der Regel eine Tüte Gummibärchen – das wird sicherlich auch an der TH Köln nicht anders sein.

Der letzte gute Film, den ich zusammen mit meinen drei Kindern gesehen habe, war "Hidden Figures". Ein Film, der zeigt, dass man vor dem vermeintlich Unerreichbaren nicht resignieren muss, sondern kämpfen kann, um das Unmögliche möglich zu machen.

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