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Prof. Dr. Philipp Schaer

Informations- und Kommunikationswissenschaften
Institut für Informationswissenschaft (IWS)

Neuberufen 2016: Prof. Dr. Philipp Schaer

Prof. Dr. Philipp Schaer (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften Lehr-/Forschungsgebiet: Information Retrieval


Studium der Informatik an der Universität Koblenz-Landau

Promotion "Der Nutzen informetrischer Analysen und nicht-textueller Dokumentattribute für das Information Retrieval in digitalen Bibliotheken" an der Universität Koblenz-Landau

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Softwareentwickler, Informationszentrum Sozialwissenschaften, Bonn
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter im Bereich Bibliometrie-gestütztes Information Retrieval, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Bonn und Köln
  • Lehrbeauftragter an der Fakultät für Informations- und Kommunikationswissenschaften, TH Köln
  • Teamleiter Knowledge Discovery, GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften, Köln

Als Kind war ich viel in den Feldern vor unserer Haustür unterwegs. Bis eines Tages ein Philips PC XT mit 8 Mhz Taktung und gigantischer 10 MB Festplatte auf dem Tisch stand. Ein tolles Gerät mit Bernsteinmonitor und Spielen wie Frogger und anderen Klassikern der damaligen Zeit. Irgendwann habe ich dann herausgefunden, dass man damit mehr machen kann, als nur zu spielen.

Die Bibliothek von morgen bietet alle ihre Angebote in digitaler Form an. So schön ein gedrucktes Buch in Papierform auch sein mag, heute möchte ich nicht mehr den Schreibtisch verlassen oder tagelang auf einen Text warten, der per Fernleihe quer durch die Republik geschickt wird.

An Information Retrieval fasziniert mich, dass Suchmaschinen in unserer Welt allgegenwärtig sind und damit meine ich nicht nur das omnipräsente Google-Imperium. Egal ob ich einen Radiergummi bei Amazon kaufen oder einen Film bei Netflix schauen will – immer stecken im Hintergrund Verfahren, die mir das Ergebnis vorsortieren und somit die schiere Datenmenge im Hintergrund für mich handhabbar macht.   

Zurück an die Hochschule bin ich mit einem verklärt-romantischen Blick auf das humboldtsche Forschungsideal von der Einheit von Forschung und Lehre. Ich finde es toll, mich selbst auf dem Laufenden zu halten, aktiv den Fortschritt mitzugestalten und davon den Studierenden brühwarm zu berichten oder noch besser, sie direkt einzubinden. 

Den Studierenden mitgeben möchte ich, dass es Spaß macht, hinter die Fassade zu schauen. Warum wird mir jetzt eigentlich dieses empfohlen, nachdem ich jenes gesucht habe? Woher kommen diese Suchvorschläge, die aufklappen, wenn ich doch gerade erst ein paar Zeichen getippt habe? Und was kann man alles mit diesem Wissen anstellen?

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, ist "The Martian" von Andy Weir. Das Buch befasst sich mit dem klassisch-antiken Kampf Mensch gegen Natur. In dieser modernen Interpretation nutzt der Held zum Überleben eine gigantische technische Trickkiste, Wissenschaft und Logik sowie eine ordentliche Portion Humor. Diesen Dreiklang finde ich ganz wunderbar – nicht nur um die Flucht vom Mars zu planen.

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