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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

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Prof. Dr. Imke Niebaum

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für Kindheit, Jugend, Familie und Erwachsene (KJFE)

NALOXON rettet Menschenleben - Fachtag zur Naloxonvergabe an Opiatkonsumenten

Fachtag, 16. Juli 2014

NALOXAN rettet Menschenleben - Fachtag zur Naloxanvergabe an Opiatkonsumenten (Bild: akzeptNRW e.V.)

Der internationale Fachtag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Wissenschaft und über Praxisprojekte in der Vergabe von Naloxon an Drogengebraucher. Im Anschluss findet eine praktische Schulung in Erste-Hilfe im Drogennotfall und bei der Naloxonvergabe statt.

Auf einen Blick

NALOXON rettet Menschenleben - Fachtag zur Naloxonvergabe an Opiatkonsumenten

Fachtag

Wann?

  • 16. Juli 2014
  • 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr

Wo?

Fachhochschule Köln - Campus Südstadt
Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Ubierring 48, 50678 Köln
Hörsaal 201
Standorte

Kosten

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Anmeldung

Bis zum 07.Juli 2014 per Fax an 0221/820073-20 oder per Mail an info@vision-ev.de. Angaben zur Anmeldung s. Flyer

Weitere Informationen

Alle Angaben zum Fachtag inkl. Programm finden Sie im Veranstaltungsflyer NALOXON rettet Menschenleben (, 0 BYTE)


Der Fachtag findet im Rahmen der Gedenkwochen anlässlich des Nationalen Gedenktags für verstorbene Drogengebraucher 2014 statt.

Mit diesem Fachtag möchten wir über den internationalen Stand der Wissenschaft und über Praxisprojekte in der Naloxonvergabe an Drogengebraucher berichten und eine praktische Schulung in Erste-Hilfe in Drogennotfall und Naloxonvergabe anbieten.

Wir freuen uns über Ihre/Eure Teilnahme und eine angeregte Diskussion.

Bitte vorherige Anmeldung bis zum 7. Juli 2014 per Fax an 0221/82 00 73-20 oder per Mail.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos.

Seit über 40 Jahren wird Naloxon in der Rettungs- und Notfallmedizin erfolgreich bei Überdosierungen von Heroin oder anderen Opiaten eingesetzt. Naloxon kann innerhalb weniger Minuten opiatbedingte lebensbedrohliche Effekte wie Atemlähmung, Hypoxie, Bewusstlosigkeit und Blutdruckabfall aufheben und Todesfälle vermeiden.

Der Drogennotfall ist ein häufiges Geschehen im Leben eines intravenösen Drogengebrauchers. Überdosierungen sind meistens unbeabsichtigt und verlaufen, mangels rechtzeitiger adäquater Hilfeleistung, häufig tödlich. In circa der Hälfte der tödlichen Fälle sterben Überdosierte an Atem- und Kreislaufstillstand. Sehr oft passiert dies in Privatwohnungen und in Anwesenheit anderer Personen. Hierbei handelt es sich meistens ebenfalls um Drogenkonsumenten, wo Illegalität und Unwissenheit adäquate Hilfe verhindern. Das Trainieren des angemessenen Verhaltens im Drogennotfall ist für die primäre Drogennot- und -todesfall Prophylaxe von zentraler Bedeutung.

Die Drogentodeszahlen sind aktuell wieder gestiegen und besonders betroffen sind (immer noch) Heroinkonsumenten und Substituierte. Aus Sicht der Veranstalter ist es dringend erforderlich, Opiatkonsumenten auf diese lebensbedrohliche Situation vorzubereiten und in Erste-Hilfe-Maßnahmen und einer Naloxonvergabe zu schulen und dies zur Verfügung zu stellen.

Immer wieder werden Skepsis oder Befürchtungen von Fachleuten, die sich für die Naloxon-Abgabe interessieren, geäußert. Besonders die rechtliche Problematik welche die Naloxon-Vergabe an Drogengebraucher (im Rahmen der Laienhilfe) mit sich bringt, scheint sowohl national als auch international betrachtet eine der Haupthinderungsgründe zu sein.

Bereits in den Jahren 1998 bis 2002 hat der Drogenhilfeverein Fixpunkt e.V. Berlin erfolgreich ein Modellprojekt für die Vergabe von Naloxon an Opiatkonsumenten in Kombination mit einem Drogennotfalltraining durchgeführt und dieses Angebot seitdem in ihre Regelversorgung übernommen. Naloxon in die Hände von Opiatkonsumenten zu geben bedeutet medizinische Kompetenz abzutreten und verlangt daher eine andere Haltung gegenüber Drogen gebrauchenden Menschen.

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