Nachgefragt bei Prof. Dr. Michael Freiburg

Porträt Michael Freiburg (Bild: privat)

Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften, Professur für Elektrotechnik


Studium Elektrotechnik an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg, der Glyndwr University, Wrexham, Großbritannien und der TU Dortmund

Promotion „Ein Verfahren zum modellbasierten Genauigkeitsnachweis von Mittel- und Hochspannungswandlern für den Vor-Ort-Einsatz“ an der Technischen Universität Dortmund

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Hochspannungstechnik der Technischen Universität Dortmund
  • Produktmanager und Business-Driver bei der OMICRON electronics GmbH
  • Lehrbeauftragter an der Technischen Universität Dortmund

Als Kind war ich nur schwer vom Bolzplatz nach Hause zu locken. 

Das Beste an meinem Studium war die Vielfalt. Ich konnte die Elektrotechnik während meiner Ausbildung und darüber hinaus aus sehr unterschiedlichen Blickwinkeln anwendungsnah, theoretisch und wissenschaftlich kennen lernen. Zudem bin ich rückblickend begeistert, wie nachhaltig die im Studium entstandenen Freundschaften sind – über Regionen und Länder hinweg.

Eine spannende Herausforderung in der Energietechnik ist die Vernetzung unterschiedlicher Sektoren und Prozesse sowie unterschiedlicher Daten- und Informationsquellen, um einen zukunftsfähigen Netzbetrieb zu realisieren.

Mein fachliches Steckenpferd ist die Diagnostik von energietechnischen Betriebsmitteln und die Analyse von Netzgrößen im Energieversorgungsnetz, zunehmend aus Anwender- und Prozessperspektive, um die Ergebnisse besser nutzbar zu machen.

Ich möchte einen Schwerpunkt darin setzen, den Studierenden eine wissenschaftlich fundierte, anwendungsorientierte Lehre, kombiniert mit einer praxisorientierten Forschung zu bieten. Idealerweise in Zusammenarbeit mit Unternehmen aus der Region. So können Studierende frühzeitig Praxisluft schnuppern und Kontakte zu potenziellen Arbeitgebern knüpfen.

Ich würde gerne herausfinden, wie man bereits etablierte Technologien aus dem großen Bereich der Industrie 4.0 im energietechnischen Kontext besser nutzbar machen kann.

Der beste Ort für kreative Ideen: Für mich zweifelsfrei die Berge.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe: Aktuell nimmt das Vorlesen von Kinderbüchern einen hohen Stellenwert ein. Sonst lese ich gern Biografien und Sachbücher. In guter Erinnerung ist mir The Organized Mind von Daniel Levitin geblieben.

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