Nach der Schule direkt ins Labor

Der 17-jährige Schüler Rafael und Moritz Rodert und Tahire Ramushi stehen im Labor. (Bild: TH Köln - Media Lab)

Rafael (17), ein chemiebegeisterter Schüler aus Köln, hat am Campus Leverkusen ein dreitägiges Laborpraktikum absolviert, um praktische Erfahrungen zu sammeln und sich auf eine ganz besondere Herausforderung vorzubereiten: die finale Auswahlrunde der Internationalen ChemieOlympiade am 20. Mai in Kiel.

Bereits im Februar war Rafael im Rahmen des Landesseminars der Internationalen ChemieOlympiade zu Gast an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften. Das Landesseminar der NRW-Landesförderung bildete den Abschluss der ersten beiden Landesrunden der IChO und bot ihm gemeinsam mit 18 weiteren Schüler*innen einen intensiven Tag im Labor, um praktische Fertigkeiten zu vertiefen. Seitdem hat Rafael eine weitere Runde des Wettbewerbs gemeistert und steht im Finale um die deutsche Auswahl. Wenn er dort erfolgreich ist, gehört er zu den vier Jugendlichen, die Deutschland im Juli 2026 in Usbekistan vertreten werden.

In den Laboren der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften konnte Rafael an drei Nachmittagen seine praktischen Fähigkeiten vertiefen. Denn im Finale der deutschen Auswahlrunde werden erstmals neben der Theorie auch praktische Kenntnisse geprüft. Betreut wurde er von Moritz Rodert, Doktorand in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Dirk Burdinski. Dabei arbeitete er eng mit der Bachelorstudentin Tahire Ramushi zusammen, die ihm weitere wertvolle Einblicke in die praktische Laborarbeit im Studium gab.

Die drei Labortage boten Rafael einen umfassenden Eindruck von den vielen Facetten der modernen Chemie: Er führte nicht nur komplexe organische und anorganische Synthesen selbstständig durch, sondern beschäftigte sich auch intensiv mit der anorganischen Analyse von Ionen in wässriger Lösung. Darüber hinaus konnte er seine Fähigkeiten in der präzisen Analytik vertiefen, indem er exakte Konzentrationsbestimmungen mithilfe von volumetrischen Titrationen und Photometrie vornahm. 

„Ich habe gelernt, mich im Labor zu sortieren und unter Zeitdruck zu arbeiten, sodass ich nun weniger Spannung verspüre, im Labor zu experimentieren“, lautet Rafaels Fazit. Wir drücken ihm fest die Daumen für die Auswahlrunde in Kiel und sind gespannt auf seine weitere Entwicklung – vielleicht sehen wir ihn ja bald als Nachwuchswissenschaftler an der TH Köln!

Mai 2026


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