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Raumentwicklung und Infrastruktursysteme

„Mit dem Rad zur BayArena“: Studierende präsentieren Ergebnisse zum Radverkehr in Leverkusen

Am 30. September präsentierten Studierende der TH Köln Ergebnisse ihres Semesterprojekts „Mit dem Rad zur BayArena“. Im Rahmen von Co-Site diskutierten sie am Campus Deutz mit Stadtverwaltung, ADFC Leverkusen und Bayer 04 Leverkusen Radrouten, die Verkehrssituation rund ums Stadion und Chancen für grüne Infrastruktur.

Die Studierenden präsentierten ihre Analysen zum Radwegenetz in Leverkusen. Die Studierenden präsentierten ihre Analysen zum Radwegenetz in Leverkusen. (Bild: TH Köln)

An der Abschlusspräsentation nahmen Studierende des vierten Semesters der  Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme teil. Ebenfalls dabei waren das Team Grün-blaue Infrastruktur von Co-Site, der Fahrradbeauftragte der Stadt Leverkusen, zwei Vertreter des ADFC Leverkusen sowie Vertreter*innen der Nachhaltigkeitsabteilung und der TecArena+ GmbH von Bayer 04 Leverkusen. Der zweistündige Termin bot Gelegenheit, die Projektergebnisse vorzustellen und den Austausch zwischen den Studierenden und den regionalen Partnern zu stärken.

Radrouten und grüne Infrastruktur im Blick 

Im Projekt untersuchten die Studierenden das Radwegenetz zur BayArena und bewerteten es anhand festgelegter Analyseparameter, u.a. Umweltparameter wie Temperatur und Feinstaubbelastung aber auch die Qualität der Radwegoberfläche, Kontinuität des Radwegs, Überholabstände des motorisierten Verkehrs und Beschilderung. Digitale Routenzwillinge unterstützten eine strukturierte Bestandsaufnahme und Qualitätsbewertung. Außerdem erfasste das Team die Verkehrssituation im Umfeld der Arena an Spieltagen durch Radverkehrszählungen, vor-Ort-Beobachtungen und Befragungen. Die Ergebnisse bilden eine empirische Grundlage für Handlungsempfehlungen, die sowohl das Stadionumfeld als auch das städtische Radwegenetz in den Blick nehmen. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Analyse und potenzieller Empfehlung für grünen Infrastruktur. Anhand einer ausgewählten Radroute zeigten die Studierenden beispielhaft, wie sich entsprechende Merkmale erfassen und bewerten lassen. Daraus entwickelten sie Ansätze zur Klimaanpassung im Stadtteil Wiesdorf – unter anderem mit Blick auf Biodiversität, Retentionsräume, Schwammstadt-Maßnahmen und die Verbesserung des Mikroklimas durch gezielte Kühlung. Mit dem kostenfreien Webtool der Climate Reslient CitiesToolbox ermittelten sie potenziellen Wasserrückhalt, Temperaturreduktion, Bau und Instandhaltungskosten.  

Grundlage für weitere Planung 

Die Untersuchung liefert Anregungen für die städtische Verkehrs- und Umweltplanung. Zugleich markiert sie Ansatzpunkte für weitere Arbeit: Die Methodik zur Analyse grüner Infrastruktur könnte auf das gesamte Stadtgebiet Leverkusens ausgeweitet werden. Auch die Handlungsempfehlungen können nun durch die Stadt, Bayer04 sowie den ADFC Leverkusen auf ihre Machbarkeit geprüft und weiter ausgearbeitet werden. Die Projektergebnisse dienen als konzeptionelle Grundlage und Impuls für die weitere Planung des Radverkehrs in Leverkusen. 

Die Abschlusspräsentation knüpfte an den Projektauftakt mit einem Stakeholder-Workshop und die anschließende Feldbegehung rund um die BayArena an. So ermöglichte das Lehrforschungsprojekt nicht nur den Austausch zwischen den Studierenden und den regionalen Partner*innen, sondern brachte auch die verschiedenen Stakeholder miteinander ins Gespräch. Die Stakeholder würdigten die Arbeit der Studierenden durchweg positiv und gaben wertschätzendes Feedback zu den vorgestellten Analysen und Ergebnissen: Bayer 04 Leverkusen hob die Relevanz für die weitere Entwicklung nachhaltiger Mobilitäts- und Umweltmaßnahmen hervor und der ADFC sprach sich für die Fortführung ähnlicher Projekte. So entstanden neue Anknüpfungspunkte für die Vernetzung untereinander und mit der TH Köln. 

September 2026

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