So würde ich gerne aussehen! - Mädchen bearbeiten beim Girls Day ihr Gesicht als 3D-Scan

Mädchen verdrahtet Servomotor (Bild: Andreas Schneider / FH Köln)

Beim Girls‘ Day 2015 ging es nicht um Kosmetik, als die Mädchen ihr Gesicht verschönerten: Im Labor für Allgemeine Datenverarbeitung auf dem Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln ließen sich die 13- bis 14jährigen zunächst ihr Gesicht abscannen. Das digitale Abbild konnten sie dann mit speziellen Programmen nachbearbeiten. Hier klickten sich die jungen Damen ohne Probleme durch das Menu.

Die Labormitarbeiter zeigten ihnen, wie sie im Nachhinein die Farbe ihres Gesichts, aber auch die Größe von Nase, Ohren oder Kinn verändern können. Der nächste Schritt wäre dann der dreidimensionale Druck mithilfe eines speziellen Printers, der in 0,3mm dicken Schichten nach und nach das Modell erstellen kann, aber das hätte den Zeitrahmen gesprengt.

Rund 40 Schülerinnen waren auch 2015 wieder in die Hochschule gekommen, um Einblicke in typische Männerdomänen zu erhalten. Sie konnten zwischen verschiedenen Aktionen wie zum Beispiel dem Bau eines Roboters, dem Löten einer LED-Lampe oder dem Erstellen eines 3D-Scans wählen. Beim Roboter-Bau bastelten die Mädchen mithilfe der Montageanleitung und betreut von Prof. Dr. Elena Algorri mit Miniaturhammer und –schraubenzieher die Zahn-räder des Bausatzroboters zusammen. Abschließend musste der Servomotor mit ruhiger Hand richtig verdrahtet werden und nach Einlegen der Batterie hangelte sich dann - bei den meisten Tüftlerinnen auf das erste Mal – die Roboter-Frauen wie vorgesehen an einer Schnur voran, die quer durch den Raum gespannt war.

Besonders begehrt war die Veranstaltung "Der verräterische Augenblick - teste Deine Wahrnehmung!". Im Usability-Labor bekamen die Mädchen durch die Eye-Tracking-Brille eine Rückmeldung, was ihre Blicke anzieht. Aber auch für das Löten eines LED-Lichts und den Bau eines selbstfahrenden Lego-Roboters gab es zahlreiche Interessentinnen, die mit sich mit viel Freude den technischen Aufgaben widmeten.     

Die Mädchen waren durchweg begeistert, immerhin 20 von Ihnen können sich vorstellen, vielleicht später am Campus Gummersbach zu studieren. Bundesweit nahmen an dem „Mädchen-Zukunftstag“ über 100.000 Mädchen an rund 9.500 Angeboten teil.

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