Kindergartenkinder erlebten Physik zum Anfassen im Hochschullabor

Mit dem „Taucher in der Flasche“ erlebten neun Kindergartenkinder „Physik zum Anfassen“ im Labor für Strömungstechnik am Campus Gummersbach der TH Köln.

Anfassen ist dabei durchaus wörtlich gemeint, denn wenn die Kinder leicht auf eine mit Wasser gefüllte Plastikflasche drückten, schwamm das kleine Glasröhrchen darin, der „Taucher“, nach unten. Prof. Dr. Denis Anders hatte die Kinder und ihre Erzieherinnen in der vorlesungsfreien Zeit für einen Tag in die Hochschule eingeladen, um ihnen mit kleinen physikalischen Experimenten die Naturwissenschaften näher zu bringen. Für seine praktische Vorlesung mit Übung hatte er sich die Kindertagesstätte St. Elisabeth in Siegen-Netphen ausgesucht, weil sein eigener Sohn dort auch tagsüber betreut wird.

Nach dem Abenteuer mit den Wasserflaschen wechselten die Kinder in das Roboterlabor von Prof. Dr. Elena Algorri und bauten dort kleine Legoroboter zusammen. Begeistert waren sie auch von den menschenähnlichen NAO-Robotern, die ihr Gegenüber mit den Augen fixieren, sie können aber auch sprechen und tanzen. Wie beim großen Vorbild der Veranstaltung, „MINT für Minis“, trugen die Kinder Forscherbrillen, um alles genau sehen zu können. MINT für Minis findet jährlich im Februar an der Hochschule statt, dabei erarbeiten sich die rund 420 Kindergartenkinder in 16 Experimenten ihr erstes physikalisches Wissen.

Die beiden Erzieherinnen Janina Müller und Sarah Wagener waren wie die Kinder sehr froh über die Möglichkeit, den Nachwuchsforschern an der Gummersbacher Hochschule praktische Physik näher zu bringen. Im Kreis Siegen gibt es ähnliche Angebote für Kindergartenkinder, die sind aber meist schnell ausgebucht.

15.03.2018

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