COIL Competence Center

Das COIL Competence Center begleitet Sie bei der Planung und Umsetzung Ihrer COIL-Vorhaben.

Susanne Glaeser

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Zentrum für Lehrentwicklung

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Eva Magdalena Zielasko

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Internationale Lehrformate gestalten: Einblicke aus dem COIL-Workshop für Lehrende

Dem praxisorientierten Workshop „How Do I Teach a COIL?“ ging eine sechswöchige, asynchrone Vorbereitungsphase voraus. Durch Selbststudium, gemeinsame Planung und der Simulation interaktiver Online-Übungen erhielten die teilnehmenden Lehrende aus der PIONEER Alliance Einblicke in die Gestaltung internationaler Lernformate und setzen sich mit der Umsetzung von COIL-Projekten auseinander.

Banner der Erasmus Hochschulallianz PIONEER PIONEER Banner (Bild: UNIZA)

Internationale Lehrkooperationen bedeuten weit mehr, als Lehrveranstaltungen miteinander zu verknüpfen. Sie erfordern eine enge Abstimmung zwischen verschiedenen Fachbereichen, gemeinsame Lernziele sowie eine sorgfältige Planung. Lehrende der PIONEER Alliance konnten diesen Prozess im Online-Workshop „How Do I Teach a COIL?“, der am 30. März 2026 stattfand, selbst erleben.

Der Workshop wurde von Jacqueline Bürki (Berner Fachhochschule) und Susanne Glaeser (Leiterin des Teams Medien in der Lehre im ZLE an der TH Köln) durchgeführt.

COIL – Collaborative Online International Learning – ermöglicht es Studierenden aus verschiedenen Ländern, online gemeinsam an Projekten zu arbeiten. Dabei sammeln sie Erfahrungen im internationalen Austausch und entwickeln neben fachlichen Kompetenzen auch Teamfähigkeit sowie digitale Skills. Da keine physische Mobilität erforderlich ist, entstehen inklusive, hochschulübergreifende digitale Lernräume, in denen Studierende interkulturelle Kompetenzen erwerben können.

Screenshot eines Zoom-Calls: Zu sehen sind 15 Teilnehmende eines Workshops. Ein Abschlussfoto aus dem Workshop (Bild: ZLE TH Köln)

Den COIL-Planungsprozess praktisch erproben

Zu Beginn durchliefen die Teilnehmenden eine asynchrone Vorbereitungsphase. In dieser beschäftigten sie sich mit Materialien zu COIL-Didaktik, Lernzielen, digitalen Tools und interkulturellem Lernen. Gleichzeitig lernten sie digitale Kollaborationstools wie Miro und Padlet kennen und entwickelten dabei erste Ideen für eigene Lehrformate.

Im nächsten Schritt wurden die Teilnehmenden mit internationalen Co-Lehrenden zusammengebracht, um gemeinsam eine integrierte COIL-Unterrichtseinheit zu entwickeln. Anstatt separate Unterrichtseinheiten vorzubereiten, definierten die Tandems gemeinsame Lernziele, verbanden unterschiedliche fachliche und kulturelle Perspektiven und entwickelten interaktive Aktivitäten, die eine echte Zusammenarbeit zwischen Studierenden ermöglichen.

Im Rahmen der Simulation am 30. März gestaltete jedes Lehr-Tandem eine 20-minütige interaktive Sequenz. Diese umfasste eine kurze Kennenlernübung, eine kollaborative Aufgabe (häufig in Breakout-Räumen) sowie eine anschließende Reflexions- oder Nachbereitungsphase. Die übrigen Beteiligten übernahmen die Rolle von Studierenden und gaben strukturiertes Feedback.

Die Simulation machte auch deutlich, welche Herausforderungen internationale Lehrkooperationen mit sich bringen können. Unterschiedliche fachliche Hintergründe, Lehrtraditionen, Zeitzonen, akademische Kalender sowie die asynchrone Vorbereitung erforderten Abstimmung, Kompromissbereitschaft und zusätzliche Koordination.

Durch die praktische Simulation aller Phasen eines COIL-Projekts erhielten die Teilnehmenden einen realistischen Einblick in die Planung, Abstimmung und Zusammenarbeit, die für die erfolgreiche Umsetzung eines COIL-Projekts erforderlich sind. Christine Horz-Ishak, eine der teilnehmenden Lehrenden, beschrieb den Workshop als „eine großartige Erfahrung aus der Perspektive des praxisnahen, interdisziplinären Co-Teachings“ und betonte, dass die Teilnahme „definitiv eine gute Idee ist, bevor man mit einem echten COIL startet“. Ihre Rückmeldung zeigt, wie das aktive Mitwirken am COIL-Prozess nicht nur praktische Fähigkeiten stärkt, sondern auch Selbstvertrauen aufbaut und damit eine solide Grundlage für zukünftige internationale Lehrkooperationen schafft. 

März 2026

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