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Interdisziplinäres Symposium „Wer gestaltet die Stadt?“

Die Köln International School of Design (KISD) der Fachhochschule Köln veranstaltet am Donnerstag, 27. November 2014, von 9.30 bis 17.15 Uhr das interdisziplinäre Symposium „Wer gestaltet die Stadt? Formen kritischer Stadtforschung und Raumpraxis“.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Kultur- und Sozialwissenschaften diskutieren mit Gestalterinnen und Gestaltern aus den Bereichen Design und Architektur die Entwicklung des urbanen Raumes im Spannungsfeld zwischen offizieller Stadtplanung und informellem Urbanismus. Alle Interessierten sind dazu eingeladen auf den Campus Südstadt, Ubierring 40, 50678 Köln. Der Eintritt ist frei.

„Wir erleben derzeit eine gewaltige Umstrukturierung von Städten zu dynamischen Systemen, die sich nicht mehr unmittelbar steuern lassen und als Raum- und Sozialgefüge überbeansprucht werden. Einen Umgang mit diesen Entwicklungen zu finden, gehört zu den drängendsten Aufgaben unserer Zeit. Die Konferenz bietet die Gelegenheit, diese Probleme aus der Perspektive verschiedener Disziplinen zu analysieren, formelle und informelle Praktiken in Städten kritisch zu beleuchten und Gestaltungsansätze zu diskutieren“, sagt Prof. Dr. Carolin Höfler, die die Konferenz zusammen mit Prof. Andreas Wrede organisiert hat.

Phänomene wie „Guerilla Gardening“ und „Urban Gaming“ finden immer mehr Anhänger und können als Gegenposition zur offiziellen Stadtplanung verstanden werden. Manche dieser Aktivitäten rücken allerdings mittlerweile nah an offizielle Planungen heran. Viele Städte erkennen und fördern das Potenzial des informellen Handelns zivilgesellschaftlicher Akteure. Die Konferenzteilnehmerinnen und -teilnehmer untersuchen in vier Themenfeldern die Chancen und Risiken von informellen und partizipativen Projekten.

Das Panel Formell/Informell beschäftigt sich mit den wechselseitigen Wirkungen von informeller Urbanisierung und formeller Stadtentwicklung. Am Beispiel von New Orleans nach dem Hurrikan Katrina wird gezeigt, wie entsprechende Verfahren beim Wiederaufbau einer zerstörten Stadt zusammen wirken. Im zweiten Panel richtet sich der Blick auf Experimentelle Landnahmen. Anhand von Fallbeispielen wird demonstriert, wie sich Bürgerinnen und Bürger informell städtische Räume aneignen, zum Beispiel durch Guerilla Gardening.

Das dritte Panel befasst sich unter dem Titel Soziale Situationen konstruieren mit Strategien von Architekten und Designern, informelle Raumpraktiken von Anwohnern und Bürgern zu aktivieren und damit das Prozesshafte und Partizipative in der Gestaltung zu betonen. Das abschließende vierte Panel Teilhabe durch digitale Medien betrachtet kritisch die Möglichkeiten, gesellschaftliche Prozesse durch soziale Netzwerke mitzugestalten.

Programm

9.30 Uhr: Begrüßung und Einführung
Prof. Dr. Carolin Höfler und Prof. Andreas Wrede (beide KISD der Fachhochschule Köln)

Grußwort
Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, Vizepräsidentin für Lehre und Studium der Fachhochschule Köln

9.45 Uhr: Panel Formell/Informell
Stephan Willinger (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn)
Informeller Urbanismus. Ein anderer Blick auf Stadtentwicklung

Chris Schroeer-Heiermann (Fakultät für Architektur der Fachhochschule Köln)
Städtischer Wiederaufbau nach dem Hurrikan Katrina

11.15 Uhr: Kaffeepause

11.30 Uhr: Panel Experimentelle Landnahmen
Boris Sieverts (Büro für Städtereisen, Köln)
Das Wunder von La Cayolle

Alexander Follmann (Geographisches Institut der Universität zu Köln)
Das soll ein Garten sein? Der Gemeinschaftsgarten Kölner NeuLand als urbane Allmende und sein (möglicher) Beitrag zur Stadtentwicklung

13.00 Uhr: Mittagspause

14.00 Uhr: Panel Soziale Situationen konstruieren
Andrea Hofmann (raumlabor, Berlin)
Acting in public

Sebastian Bührig (Urban Design, HafenCity Universität Hamburg)
Mit weiten Augen zuhören

15.30 Uhr: Kaffeepause

15.45 bis 17.15 Uhr: Panel Teilhabe durch digitale Medien
Oliver Märker (Zebralog, Berlin/Bonn)
Elektronische Partizipation – die Bürger als Berater?

Anna Wildhack und Johannes Bouchain (The Next Network, Hamburg)
Gemeinsam Stadt machen – von Bürger-Ideen zu Bürger-Projekten

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