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Prof. Dr. Sigrid Leitner

Angewandte Sozialwissenschaften

Dr. Holger Spieckermann

Angewandte Sozialwissenschaften

Hertha-Kraus-Preis 2019 verliehen

Timm Opitz erhält den Preis für seine Masterthesis „Transformative (Community) Organizing. Definition, Erfolgskriterien und Anwendung in Deutschland“.

Prof. Dr. Sigrid Leitner überreicht den Herta-Kraus-Preis 2019 an Timm Opitz Prof. Dr. Sigrid Leitner überreicht den Herta-Kraus-Preis 2019 an Timm Opitz (Bild: Heike Fischer/TH Köln)

Das Institut für Management und Organisation in der sozialen Arbeit e.V. vergibt seit 2010 den Hertha-Kraus-Preis für hervorragende Abschlussarbeiten im Bereich Management und Organisation in der Sozialen Arbeit. Im Jahr 2019 wird der Preis zum sechsten Mal vergeben.

Timm Opitz erhält die Auszeichnung für seine Masterthesis „Transformative (Community) Organizing. Definition, Erfolgskriterien und Anwendung in Deutschland“. Die Arbeit von Timm Opitz zeigt, dass sich Transformative (Community) Organizing in Deutschland gerade vor dem Hintergrund kapitalistischer Krisenerscheinungen zukünftig noch stärker entwickeln könnte und anknüpfend an in Vergessenheit geratene Traditionen der konfliktorientierten Gemeinwesenarbeit ein neues Arbeitsfeld für die Soziale Arbeit entstehen könnte.

Der Hertha-Kraus-Preis wird auf der Absolventenfeier der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der TH Köln am 23. Mai 2019 überreicht.

Die Namensgeberin des Preises, Hertha Kraus, gilt als eine Pionierin der Sozialen Arbeit. Als Leiterin des neugegründeten Wohlfahrtsamtes hat sie in Köln zwischen 1923 und 1933 die Grundlagen für die Organisation der Sozialverwaltung gelegt. Die Reorganisation der kommunalen Fürsorge und Wohlfahrtspflege hatte Wirkung weit über Köln hinaus. Ihr Name ist insbesondere mit der Gründung der Riehler Heimstätten, einem Wohnstift für ältere Ehepaare und Alleinstehende, verbunden. Sie hat schon frühzeitig Forderungen zur Professionalisierung, Verwissenschaftlichung und Effizienz der Sozialen Arbeit gestellt.  Als Quäkerin mit jüdischem Hintergrund emigrierte sie während des Nationalsozialismus in die USA und begann dort eine akademische Karriere.  In ihrer praktischen Arbeit hat Hertha Kraus in den USA ihr Konzept der Nachbarschaftszentren als Handlungsort für sozialarbeiterische Interventionen weiterentwickelt. Mit dem nachbarschaftlichen Ansatz hat sie die Sozialraumorientierung der Sozialen Arbeit theoretisch und praktisch fundiert. In der Nachkriegszeit hat sie vielfach Deutschland bereist und beim Wiederaufbau des Sozialwesens mitgewirkt. Die Stadt Köln hat Hertha Kraus mit einer Statue auf dem Kölner Rathausturm geehrt.

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