Online-Forschungsmethoden, Big Data und Data Science: Die GOR ist wieder zu Gast an der TH Köln

Prof. Dr. Ivonne Preusser (Bild: privat)

Die General Online Research Konferenz (GOR) kommt zum vierten Mal an die TH Köln. Wie schon 2011, 2014 und 2015 unterstützt die TH Köln als lokaler Partner auch in diesem Jahr die Deutsche Gesellschaft für Online-Forschung e.V. (DGOF) bei der Ausrichtung der internationalen Fachkonferenz.

Vom Mittwoch, 28. Februar, bis Freitag, 2. März 2018 werden mehr als 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern von Hochschulen, Instituten und Unternehmen aus dem In- und Ausland auf dem Campus Südstadt erwartet. Wir haben mit Prof. Dr. Ivonne Preusser aus dem Organisationsteam gesprochen.

Frage: Frau Prof. Preusser, welche Themen stehen im Mittelpunkt der diesjährigen GOR?

Preusser: Auf der GOR treffen sich Forscherinnen und Forscher aus Wissenschaft und Praxis – wie etwa aus der Markt-, Sozial-, Politik- und Meinungsforschung – um sich zu sich zu vielfältigen Bereichen der digitalen Forschung auszutauschen.

Themenschwerpunkte sind zum Beispiel Online-Befragungen, mobile Forschung und Online-Forschungsmethoden, Big Data und Data Science, Politik und Kommunikation sowie Online-Marktforschung. In den fast 150 Vorträgen, Workshops und Paneldiskussionen werden aktuelle Entwicklungen und Innovationen sowie Forschungsergebnisse aus diesen Themenbereichen vorgestellt und diskutiert.

So beschäftigen sich Konferenzbeiträge etwa mit den Fragen: Welche Rolle spielen Chat-Bots und Sprachassistenten? Welchen Einfluss haben soziale Medien auf die politische Meinungsbildung und das Wahlverhalten? Wie entwickeln sich die künstliche Intelligenz und ihr Einsatz in der Mensch-Maschinen-Interaktion weiter? Wie können Beacons und GPS-Tracking für Forschungszwecke genutzt werden?

Einer der Keynote-Speaker wird Mario Callegaro von Google London sein, der am Donnerstag über "How can web surveys benefit from design and user experience research?" spricht.

Darüber hinaus werden auf der Konferenz drei Preise verliehen: der GOR Best Practice Award für die beste Studie aus der Online-Marktforschung, der GOR Thesis Award für die beste Abschlussarbeit in der Online-Forschung sowie der GOR Poster Award für das beste Poster der Konferenz.

Frage: Warum ist es für das Institut für Informationswissenschaft reizvoll, die GOR auszurichten?

Preusser: Der Austausch und Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis sind uns ein besonderes Anliegen. Für das Institut mit seinen Studiengängen und für das forschungsorientierte Lehr- und Lernkonzept der TH Köln ergeben sich vielfältige fachlich-inhaltliche Berührungspunkte, wie etwa im Masterstudiengang Markt- und Medienforschung und auch in den Bachelorstudiengängen Data and Information Science, Online-Redakteur sowie Bibliothek und digitale Kommunikation.

Zudem ist die GOR mit ihrer engen Verzahnung und dem Austausch zwischen akademischer und angewandter Online-Forschung eine gute Möglichkeit für unsere Studierende, sich schon während des Studiums mit der Scientific Community und Experten aus der Praxis zu vernetzen. Dies zeigt sich im hohen Interesse unserer Studierenden an der Konferenz

Auch freut es uns, dass inzwischen die Absolventinnen und Absolventen der ersten Studienjahrgänge der Markt-und Medienforschung als Teilnehmende oder Vortragende bei der Konferenz dabei sind.

Interview: Christian Sander

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