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Prof. Dr. Ompe Aimé Mudimu

Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG)

  • Campus Deutz
    Betzdorfer Straße 2
    50679 Köln
  • Telefon+49 221-8275-2206

Sebastian Schmitz

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Verschüttetensuche mittels Drohnen

Workshop am Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der TH Köln

Am 13. und 14. Februar 2017 wurde am Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der TH Köln im Verbundforschungsprojekt „Fliegendes Lokalisierungssystem für die Rettung und Bergung von Verschütteten (FOUNT²)“ ein Endanwender- und Schnittstellenworkshop durchgeführt.

In verschiedenen Vorträgen präsentierten Experten aus den Bereichen der Verschüttetensuche und des Drohneneinsatzes in der Gefahrenabwehr aktuelle Erkenntnisse aus Forschung und Einsatzdienst. Darauf aufbauend wurden in mehreren Arbeitsgruppen die einsatztaktischen und die technischen Anforderungen an ein fliegendes Lokalisierungssystem interdisziplinär von Endanwendern, Wissenschaftlern und Technikern erarbeitet. Weiterhin erfolgte die Schnittstellen-Identifikation für das FOUNT²-System mit allen am Projekt beteiligten Partnern.

Fotomontage: Verschüttetensuche mittels Drohne
Fotomontage: Verschüttetensuche mittels Drohne (Bild: IRG/TH Köln)

Der Workshop ist Bestandteil des „Requirements Engineering“-Prozesses, der unter konsequenter Einbeziehung der Endanwender die Entwicklung des FOUNT²-Systems begleitet. Ziel ist es, eine hohe Praxistauglichkeit zu gewährleisten und damit zur Verbesserung der Gefahrenabwehr bei Gebäudeeinstürzen beizutragen.

Im nächsten Schritt wird das IRG ein möglichst realitätsnah ausgestaltetes Sicherheitsszenario entwickeln. Dieses Szenario bildet im Projektverlauf die Grundlage für die Erprobung und Evaluation des fliegenden Lokalisierungssystems in Labor- und Realübungen.

FOUNT²

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Projekt FOUNT² im Rahmen des Themenfeldes „Innovative Rettungs- und Sicherheitssysteme“ im Rahmenprogramm „Forschung für die zivile Sicherheit 2012 – 2017“ der Bundesregierung. Das Gesamtprojekt ist mit einem Budget von über 2,4 Millionen Euro dotiert. Davon beträgt das Teilbudget des Instituts für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr 440.000 Euro. Die Leitung bzw. das Management des Teilprojekts des IRG obliegt Prof. Dr.-Ing. Ompe Aimé Mudimu bzw. Sebastian Schmitz, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut.

Teilnehmer des Workshops
Teilnehmer des Workshops (Bild: Säger/TH Köln)

Unter der Koordination von Prof. Dr. Leonhard Reindl von der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg wird durch das Projektkonsortium bis Oktober 2019 eine leistungsstarke, unbemannt fliegende Plattform entwickelt, welche Rettungskräfte bei ihrer Suche nach Überlebenden entlasten soll. Dazu soll das „unmanned aerial vehicle“ (UAV) aus der Luft das Trümmerfeld hochaufgelöst und dreidimensional kartographieren. Zusätzlich wird durch das UAV ein spezielles Bioradar zur Detektion von Lebenszeichen (Atembewegung des Brustkorbs) auf den Trümmerhaufen eingestürzter Gebäude positioniert. Dieses Vorgehen ermöglicht es den Rettungsmannschaften, gezielt Überlebende lokalisieren zu können, unter zeitgleicher Reduzierung des Risikos für die Rettungsmannschaften, selbst verschüttet oder verletzt zu werden. Werden Überlebende lokalisiert, können Retter, ausgestattet mit einem genauen Lageplan, zielgerichtet an den Bergungsort herangeführt werden.

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