Forschen macht großen Spaß

Timo Bollmann, Doktorand an der TH Köln, Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften (Bild: Viola Gräfenstein/TH Köln)

Timo Bollmann hat nach seinem Bachelor in Technischer Chemie seinen Master in Angewandter Chemie an der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften der TH Köln absolviert. Seit Oktober letzten Jahres forscht der Nachwuchswissenschaftler im Rahmen des vom Land NRW geförderten FH-Struktur-Projektes „FunktioPol“ über neuartige Polymere.

Timo Bollmann strebt eine Promotion im Rahmen eines kooperativen Promotionsverfahrens mit der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der TH Köln an.

Welchen Schwerpunkt haben Sie für Ihre Promotion gewählt?
Timo Bollmann: Der Schwerpunkt liegt auf der Synthese und physikochemischen Charakterisierung von Polymeren. Ich hatte immer Spaß daran, neuartige Verbindungen und Materialien zu synthetisieren und zu untersuchen, ob sie die erwarteten Eigenschaften aufweisen. Solche Struktureigenschaftsbeziehungen habe ich schon während meiner Bachelor- und Masterarbeit an ganz unterschiedlichen Systemen entwickelt.

Wie verlief Ihr Studium bisher?
Timo Bollmann: Ich habe zunächst an einer Universität Chemie studiert, wollte dann aber einen größeren Praxisbezug haben. Deshalb bin ich als Quereinsteiger zur TH Köln gewechselt und habe dort den Bachelor in Technischer Chemie absolviert, um im Rahmen meines Studiums verstärkt auch die verfahrenstechnischen Elemente kennenzulernen. Meinen Schwerpunkt habe ich im Bereich der Material- und Polymerchemie gesetzt. Praxiserfahrung konnte ich außerdem im Rahmen eines Praxissemesters bei der Henkel AG & Co. KGaA in der Tensidforschung sammeln.

Warum promovieren Sie jetzt noch im Anschluss an den erfolgreichen Master?
Timo Bollmann:
Ich habe großen Spaß an der Forschung und an dem wissenschaftlichen Arbeiten. Jetzt habe ich die Möglichkeit, drei Jahre lang eigene Ideen im Rahmen des Projektes FunktioPol umzusetzen. Die guten Berufschancen spielen hierbei auch eine Rolle. Später möchte ich gerne ein Team führen und eigene Projekte gemeinsam umsetzen.

Promotionsrecht haben nur Universitäten. Wie funktioniert die Promotion an der TH Köln?
Timo Bollmann:
Prof. Dr. Birgit Glüsen (Physikalische Chemie) und Prof. Dr. Marc Leimenstoll (Polymerchemie) betreuen mich hier am Campus Leverkusen. Prof. Dr. Matthias Karg vom Lehrstuhl für Kolloide und Nanooptik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf übernimmt im kooperativen Promotionsverfahren als Mentor die Betreuung von Seiten der Universität Düsseldorf, an der ich auch meine Promotionsprüfung ablegen werde. Die laborpraktische Arbeit wird im Wesentlichen am Campus Leverkusen der TH Köln stattfinden, hier bin ich auch als wissenschaftlicher Mitarbeiter angestellt.

Was haben Sie an Ihrem Studium an der TH Köln und am Campus Leverkusen geschätzt?
Timo Bollmann:
Sehr hilfreich ist, dass wir Professorinnen und Professoren mit Industrieerfahrung haben, die wissen, worauf es in der Industrie ankommt. Es gibt einen hohen Praxisbezug sowie einen engen Kontakt zu den Unternehmen und den Professorinnen und Professoren, die oftmals ein großes Netzwerk haben. Mit den Studieninhalten und meinem Abschluss fühle ich mich gut vorbereitet, in einem herausfordernden Projekt selbständig zu forschen.

War Ihr Berufswunsch von vornherein klar?
Timo Bollmann:
Ich mochte schon immer alle Naturwissenschaften. Im Abiturheft hatte ich damals als Berufswunsch Chemieingenieur angegeben. Mein Berufsweg war also schon früh klar. Ich mag es einfach, gezielt neue Substanzen im Labor zu entwickeln, die die gewünschten Eigenschaften haben. Vielleicht kann ich so auch einmal dazu beitragen, die Welt ein Stück weit besser zu machen.

Haben Sie noch einen Tipp für die Studierenden an der Fakultät?
Timo Bollmann:
Generell sollte man sich nicht von Rückschlagen unterkriegen lassen. Durchhaltevermögen, Ehrgeiz und eine bestimmte Frustrationstoleranz sind in diesem Bereich sehr wichtig.

(09.05.2018, VG)

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