Ferchau-Förderpreise für die Semesterbesten: Zweimal die Traumnote 1,0

Ferchaupreis November 2018 (Bild:  Dirk Adolphs/TH Köln)

Zweimal die Traumnote 1,0, zweimal Abschluss nach vier Semestern, und das sogar am gleichen Tag. Wegen dieses absoluten Gleichstands mussten die Ferchau-Förderpreise im November 2018 auf vier statt auf drei Absolventinnen und Absolventen verteilt werden.

Alle vier Geehrten erhielten 400 Euro Preisgeld für ihre Abschlüsse in der Lehreinheit Informatik, in der Lehreinheit Ingenieurwissenschaften, sowie in den Master- und Zusatzstudiengängen oder dem Verbundstudium Wirtschaftsinformatik.

Teodora Roxana Petrisor aus Wiehl teilte sich den ersten Platz mit Alexander Zautke, der ebenfalls in Wiehl wohnt. Sie war die beste in den Master- und Zusatzstudiengängen mit ihrem Abschluss in „Information Computer Systems“. Für die 27jährige Informatikerin war es schon der zweite Ferchaupreis, sie hatte 2016 ebenfalls den Preis für die Semesterbeste gewonnen, damals für ihren Bachelorabschluss. Die Rumänin lebt in Wiehl, sie kam erst vor sechs Jahren nach Deutschland. Frau Petrisor hatte zunächst an einer rumänischen Universität studiert, und war dann über das EU-Austauschprogramm ERASMUS nach Gummersbach gekommen. Am Ende des ERASMUS-Jahres entschloss sie sich dann, am Campus Gummersbach zu bleiben und weiter Informatik zu studieren. Deutsch hatte sie schon in Rumänien in der Schule gelernt. Die Hochschule konnte die damals 25jährige Informatikerin als wissenschaftliche Mitarbeiterin gewinnen, neben ihrem Teilzeit-Job an der TH absolvierte sie das Masterstudium. 

Autonome Fahrzeuge und Optimierung eines Staubsaugers

Der zweite Preisträger Alexander Zautke hatte den Masterabschluss in „Information Systems“ gemacht. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich für ein niederländisches IT-Unternehmen mit komplexen Datensystemen im Gesundheitsbereich. Der 24jährige Informatiker arbeitet inzwischen in der IT-Abteilung der Unikliniken Köln.

Für die Firma Miele optimierte Roger Osthege aus Bielefeld den Überdruckbereich eines Staubsaugers. Er war Bester in der Lehreinheit Ingenieurwissenschaften und erreichte nach sieben Semestern Studiendauer die Note 1,40. Inzwischen hat er ein duales Masterstudium in Ingenieurwissenschaften beim Daimler-Konzern in Stuttgart begonnen.    

Stephan Holste aus Gummersbach war der Beste im Studienbereich Informatik mit der Note 1,45.

In seiner Bachelor-Arbeit beschäftigte er sich der Entwicklung von autonomen selbstfahrenden Autos innerhalb einer Straßensimulation unter speziellen Bedingungen. Zurzeit studiert er für den Masterabschluss „Software Engineering“ am Campus Gummersbach der TH Köln.

Feier mit 500 Gästen

Die FERCHAU-Förderpreise für die Semesterbesten wurden während der Abschlussfeier mit rund 500 Teilnehmern verliehen. Niederlassungsleiter Rasmus Blümel und Personalreferentin Cornelia Huber von der FERCHAU Engineering GmbH überreichten die vier Preise im Gesamtwert von 1600 Euro. Der Stifter des Preises ist als Gummersbacher Unternehmen der Hochschule seit mehr als 20 Jahren verbunden. Als Marktführer für Ingenieurdienstleistungen und IT-Projekte verfügt über die Firma über mehr als 8100 Mitarbeiter in über 100 Niederlassungen bundesweit, die Bundeszentrale von FERCHAU steht direkt neben der Hochschule. In den Gebäuden des Campus tritt FERCHAU neben anderen Unternehmen auch als Sponsor und Namensgeber für die Hörsäle auf, daher fand die Preisverleihung im FERCHAU-Hörsaal statt.

In ihrer Festansprache zeigte die stellvertretende Dekanin Prof. Dr. Simone Lake die unterschiedlichen Wege auf, die die ehemaligen Studierenden gegangen sind und verwies auf Karrierebeispiele wie das von Achim Berg, der nach seinem Informatik-Studium in Gummersbach bis zum Vizepräsidenten von Microsoft in den USA aufstieg. Durch das Abendprogramm führte der Prof. Dr. Patrick Tichelmann, Studiendekan für Ingenieurwissenschaften, Moderator der Urkundenübergabe war Prodekan Prof. Dr. Christian Kohls. Die Hauptorganisatorin der erfolgreichen Veranstaltung war die Dekanatsmitarbeiterin Marion Lukas, in ihren Händen lag die Koordination von über 30 Mitgliedern der Hochschule und der Mensa. Der Abend klang aus mit Leckereien aus der Mensaküche und Musik vom Diskjokey Bodo von Lonski.  

M
M