E-Scooter STEEREON zur Fahrzeug- und Mobilitätsforschung

Agile Fahrdynamik, Funktionalität und sportliches Design – damit möchte sich der faltbare Elektroroller STEEREON auf dem Markt der E-Scooter von der Konkurrenz unterscheiden. Zwei Modelle der ersten Serienproduktion gehen an die TH Köln: Am Institut für Fahrzeugtechnik werden sie unter der Leitung von Prof. Dr. Michael Frantzen zu Forschungszwecken eingesetzt.

(v.l.) Felix Vreden, Marvin Panek, Prof. Dr. Michael Frantzen, Maximilian Camp (v.l.) Felix Vreden, Marvin Panek, Prof. Dr. Michael Frantzen, Maximilian Camp (Bild: Michael Bause/TH Köln)

„Der Kreis schließt sich“, sagt Michael Frantzen. 2013 hatte er die Idee eines faltbaren Kofferfahrzeugs mit Allradlenkung als Bachelorarbeit ausgeschrieben. Und tatsächlich entwickelten die damaligen Studenten der Fahrzeugtechnik Felix Vreden und Jens Opitz einen Prototyp, dessen Allradlenkung inzwischen patentiert ist. Zusammen mit Marvin Panek, ebenfalls Absolvent des Bachelorstudiengangs Fahrzeugtechnik, und Maximilian Camp, Absolvent an der Hochschule Fresenius, arbeitete Vreden in den folgenden Jahren an der Weiterentwicklung des E-Scooters. 2018 gründeten sie das durch die TH Köln unterstützte Start-up PLEV Technologies GmbH. Gefördert wurden sie dabei über das Programm START-UP-Hochschul-Ausgründungen NRW mit Landesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Mittlerweile stehen die Jungunternehmer auf eigenen Füßen. Die erste Produktionscharge ist komplett verkauft. „Wir freuen uns, dass die ersten unserer Fahrzeuge nun endlich auf der Straße unterwegs sind“, sagt Felix Vreden.

Michael Frantzen, der das Projekt STEEREON als Mentor eng begleitet hat, sieht gleich mehrere Möglichkeiten, wie die E-Scooter in Forschung und Lehre eingesetzt werden können: Studierende können seine spezielle Fahrdynamik und -mechanik untersuchen, außerdem soll er in der Lehre als Benchmark und zur Weiterentwicklung kleiner Elektrofahrzeuge eingesetzt werden sowie als Laborfahrzeuge für Projekte und Abschlussarbeiten. In der Forschung ist als nächster Schritt die Entwicklung eines Fahrerassistenzsystems mit einem Industriepartner geplant. „Damit könnte die Fahrsicherheit von E-Scootern erhöht und die Nutzung von gemeinsamen Verkehrsräumen harmonisiert werden“, so Frantzen.

13. Juli 2020

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