»Die unsichtbare Stadt«. Eine KISDconference der TH Köln

KISDconference , 17. Januar 2020

Bei der KISDconference »Die unsichtbare Stadt« diskutieren Forscher*innen aus den Kultur- und Sozialwissenschaften sowie Design und Architektur, wie Gestaltung zu einem Experimentierfeld für die Entwicklung einer vielfältig deutbaren und programmoffenen Stadt werden kann, und wie Design und Architektur als kritische Raumpraxis verstanden und etabliert werden können.

Auf einen Blick

KISDconference: »Die unsichtbare Stadt«.

KISDconference

Wann?

  • 17. Januar 2020
  • 09.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Wo?

Alte Feuerwache Köln – Soziokulturelles Zentrum in Selbstverwaltung, Melchiorstr. 3, 50670 Köln

Kosten

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten.

Veranstaltungsreihe

KISDconferences

ReferentIn

Fernando Abellanas, Valencia
Andrea Hofmann von raumlaborberlin, Berlin
Flavia Mameli, Berlin
Harald Trapp, Wien/Skopje
studio umschichten, Stuttgart
Stephan Willinger vom BBSR, Bonn
Froh! e.V., Köln

Alle Präsentationen werden in deutscher Sprache gehalten.

Veranstalter

KISD – Köln International School of Design der TH Köln

Weitere Informationen

Weltweit werden Städte im Zuge der Globalisierung an die Anforderungen der Märkte angepasst. Primär renditeorientierte Bauten dominieren die urbanen Räume und erschweren gesellschaftlichen Gruppen den Zugang. Durch sie werden vermarktbare Stadtbilder erzeugt, die in einem medialen Bildkreislauf – einer »Industrie des Sichtbaren« – erfolgreich zirkulieren. Auch öffentliche Plätze werden zunehmend in »sichtbare«, exklusive und homogene Räume einer überwachten Konsumgesellschaft verwandelt. In der »sichtbaren« Stadt lassen sich aber immer noch Räume finden, die verdeckt sind, übersehen werden oder sich bewusst dem Blick entziehen. Sie werden vorzugsweise von engagierten Initiativen und informellen Gruppen aufgesucht und temporär gestaltet. Es sind diese eigeninitiierten, selbstorganisierten und spielerischen Stadtnutzungen, in denen sich Widerstände zum globalen Umbau der Städte äußern. Was können jene Disziplinen, die sich seit jeher mit der Gestaltung der urbanen Umwelt befassen, von diesen Aneignungsprozessen lernen? Kann eine spielerisch-zufällige Aneignung städtischer Räume in einen kollektiven Planungsprozess überführt werden?

Organisation: Prof. Dr. Carolin Höfler & Mario Frank mit Julian Hoffmann und Studierenden der KISD

Ausstellungen | PASSAGEN 2020
Begleitend zur KISDconference »Die unsichtbare Stadt« werden zwei Ausstellungen gezeigt, die Studierende der KISD an umkämpften, symbolisch aufgeladenen Orten in Köln entwickelt haben: am Ebertplatz in der Neustadt-Nord und am Alten Güterbahnhof in Ehrenfeld. Beide Ausstellungen befassen sich paradigmatisch mit dem »Recht auf Stadt«, dem Umgang mit innerstädtischen Infrastrukturbrachen bei gleichzeitig steigendem Wohnraumbedarf und mit der Eigentümerschaft an Stadtraum. Sie werden im Rahmen des Designfestival PASSAGEN in Köln vom 13. bis 19. Januar 2020 zu sehen sein.

Weitere Informationen zu den Ausstellungen sowie zum Programmablauf der Konferenz (detailliertes Programm in Kürze):


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