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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

TH Köln
Campus Südstadt
Ubierring 48a, 50678 Köln

Prof. Dr. Birgit Jagusch

Angewandte Sozialwissenschaften
Institut für interkulturelle Bildung und Entwicklung (INTERKULT)

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Dr. Christoph Gille

Hochschule Koblenz
RheinMoselCampus
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Die Neue Rechte in der Sozialen Arbeit in NRW – Studie erschienen

Gibt es Einflüsse der Neuen Rechten oder des Rechtspopulismus auf die und in der Sozialen Arbeit? Zeigt sich ein Erstarken rechtspopulistischer und neurechter Diskurse? Diesen Fragen geht eine aktuelle Studie zur Neuen Rechten in der Sozialen Arbeit nach, die exemplarisch für NRW eine Bestandaufnahme für Einflussnahmen der Neuen Rechten auf die und in der Sozialen Arbeit analysiert.

Gibt es Einflüsse der Neuen Rechten, extremen  Rechten oder Rechtspopulismus auf die und in der Sozialen Arbeit? Manifestiert sich ein Erstarken rechtspopulistischer und neurechter Diskurse konkret in der Sozialen Arbeit? Gibt es Akteure der Neuen Rechten, die in der Sozialen Arbeit Fuß fassen? Sind Bestrebungen feststellbar, die Themen und Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit zu beeinflussen? Lassen sich Diskursverschiebungen auch in der Sozialen Arbeit nachzeichnen? Diesen Fragen geht eine aktuelle Studie zur Neuen Rechten in der Sozialen Arbeit (Gille/Jagusch 2019) nach, die exemplarisch für das Bundesland NRW eine Bestandaufnahme für Einflussnahmen der Neuen Rechten auf die und in der Sozialen Arbeit analysiert. 

Auf  Basis einer Fragebogenerhebung, qualitativen Interviews und einer Dokumentenanalyse wird erstmals für NRW aufgezeigt, wo und welche Einfallstore es für die Neue Rechte in der Sozialen Arbeit geben kann. Die Studie wurde durch das Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW) gefördert.

Die Ergebnisse zeigen: Trotz einer hohen Sensibilität gegenüber menschen- und demokratiefeindlichen Positionen ist auch die Soziale Arbeit nicht frei von neurechten Denk- und Handlungsweisen. Auf der Basis der gesammelten Daten können Landnahmeversuche und Einflussnahmen in sehr vielen Bereichen der Sozialen Arbeit und über alle Regionen NRWs hinweg ausgemacht werden. Dabei wird häufig an ethnopluralistische und rassistische, antifeministische oder völkisch-nationale Narrative angeknüpft. Auch wenn nicht von einer neurechten Dominanz oder einem neurechten Mainstream in der Sozialen Arbeit in NRW gesprochen werden kann, zeigen sich sowohl eine große Kontinuität bestimmter Angebote und Vorgehensweisen als auch die Aktualität von menschen- und demokratiefeindlichen Einflussnahmen. Die Studie zeigt außerdem: Viele Akteure der Sozialen Arbeit wehren sich gegen neurechte Angebote und Einflussnahmen. Diese Abwehrversuche gilt es durch eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur, deutliche Positionierungen und Bündnisse von Akteuren Sozialer Arbeit soweit durch den Ausbau und die Schaffung institutioneller Ansprechstellen bei Trägern und Ausbildungsinstitutionen zu stützen.

Die Ergebnisse sind auf der Website vom FGW in einer Web-Version publiziert (s. Link).

In der Langfassung (FGW-Studie) erhalten Sie einen ausführlichen Einblick und Beispiele der gefundenen Angebote und Einflussnahmen. 

In der Kurzfassung (FGW-Impuls) sind die wichtigsten Ergebnisse auf 4 Seiten zusammengefasst.

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