Die Geschichte von der Gummersbacher Weihnachtsbaumerrichtung

... vollendet und stimmungsvoll. (Bild: Vivien Kemmerling / TH Köln)

Die Errichtung des rund zehn Meter hohen Gummersbacher TH-Weihnachtsbaums war in diesem Jahr auch ein Studienprojekt: vier Studenten hatten die Hebevorrichtung entwickelt.

Die Geschichte dieser Maschine begann schon im Sommer 2015 mit einer kreativen und vorausschauenden Idee: Jedes Semester müssen die Studierenden des 6. Semesters im Studiengang „Allgemeiner Maschinenbau“ am Campus Gummersbach der TH Köln eine praktische Konstruktionsaufgabe lösen, falls Sie den Schwerpunkt „Konstruktion“ in ihrem Studium gewählt haben. Nach Gesprächen mit der Zentralwerkstatt entwickelte die Dipl.-Ingenieurin Regine Pelger-Arz, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Instituts für Allgemeinen Maschinenbau, die Idee zu einer Hebevorrichtung, wie es technisch korrekt heißt, für den Weihnachtsbaum in der Eingangshalle des Campus Gummersbach.

Bereits im Sommersemester 2015 erledigten die vier Studenten Mathias Lemke, Lutz Lichtinghagen, Victor Bogdan und Fabian Rödder die praktische Konstruktionsaufgabe. Nach den Zeichnungen und Angaben der Studenten baute die mechanische Werkstatt des Campus die Maschine. Die Gummersbacher Hochschul-Werkstätten erstellen immer wieder spezielle Geräte und Maschinen, die in Lehre und Forschung benötigt werden. Darunter sind neben tonnenschweren Anlagen auch Werkstücke mit Öffnungen im Mikrometer-Bereich. Die Winde der Hebemaschine wird von einer 12-Volt-Autobatterie angetrieben, damit ist die Anlage grundsätzlich mobil, aber schwergewichtig: die Stahlkonstruktion wiegt rund 700 Kilogramm, der Betonklotz, der den Stamm aufnimmt, rund 500 Kilogramm. Für die rund 10 Meter hohe Nordmann-Tanne kann man noch mal rund 500 Kilogramm rechnen, so kommt ein beeindruckendes Gesamtgewicht zusammen.

Die Ausleger der Hebeanlage werden nach der Errichtung aus optischen Gründen entfernt, damit bietet  der geschmückte Weihnachtsbaum im Dämmerlicht des späten Nachmittags oder am Abend ein romantisches Bild und lädt die Mitglieder des Campus Gummersbach zu einem Moment des Verweilens ein.

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