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„Die aufregendste Zeit meines Lebens“ - Praxissemester beim Autohersteller Tesla in Kalifornien

Michael Löwen vor dem Tesla Modell S (Bild: TH Köln)

Studierende vom Campus Gummersbach der TH Köln sind begehrt bei den Unternehmen.

Das zeigte nicht nur der Andrang bei der Kontaktbörse, auf der 46 Firmen die Halle 32 bis auf den letzten Platz füllten, das zeigt auch die Nachfrage des weltweit führenden Herstellers für Elektroautos, Tesla Motors in Kalifornien. Acht Studenten aus dem fernen Gummersbach haben schon ihr Praxissemester im Silicon Valley gemacht und: „Alle haben ein Angebot für eine Festanstellung bekommen.“, wie Prof. Dr. Jochen Blaurock vom Institut für Allgemeinen Maschinenbau nicht ohne Stolz bemerkt. Er hatte 2012 den Kontakt zu Tesla aufgenommen und unter anderen auch Michael Löwen aus Gummersbach nach Kalifornien vermittelt. Der 28jährige Maschinenbaustudent war zwei Semester lang bei Tesla und erlebte dort die „aufregendste Zeit meines Lebens und das an einem der schönsten Orte der Welt.“ Der junge Ingenieur strahlt, wenn er an seine Zeit in den USA zurück denkt.

Etwas ungewohnt sei es schon, so Löwen, mit 500 Kollegen in einem Großraumbüro zu arbeiten. Mitten drin sitzt dann, wenn auch nicht jeden Tag, der Milliardär und Tesla-Gründer Elon Musk, wie die meisten anderen im T-Shirt. „Es geht sehr locker zu, aber der Druck ist spürbar. Wir konnten uns die Zeit selbst einteilen, meistens habe ich zehn Stunden am Tag gearbeitet, von 9 bis 19 Uhr.“, so Löwen. Er trug schon als Student Bauteilverantwortung, seine Aufgabe war die Konzeption einer innovativen Sonnenblende mit einem federgelagerten Magneten und einer Reihe von kniffligen Anforderungen an der vorderen A-Säule eines Tesla-Modells. Die Blende entwickelte er bis zum Prototyp, sie wird inzwischen in Serie gefertigt. Zu diesem Thema schrieb er schließlich auch seine Bachelor-Arbeit, betreut von Prof. Blaurock über das Internet per Skype.

Michael Löwen und sein Betreuer Prof. Dr. Jochen BlaurockMichael Löwen und sein Betreuer Prof. Dr. Jochen Blaurock (Bild: TH Köln)

Tesla-Gründer Musk rekrutiert das Führungspersonal für sein Unternehmen auf der ganzen Welt und er zahlt  gute Löhne: Löwen bekam als Praxissemester-Student schon mehr als 4500 Dollar netto pro Monat. Allerdings kostet ein Zimmer im Silicon Valley auch rund 1000 Dollar Miete im Monat. Über Musks Rekrutierungsprogramm kam auch der Kontakt zu Prof. Blaurock zustande: ein ehemaliger Mitarbeiter aus Blaurocks früherer Tätigkeit beim VW-Konzern arbeitet jetzt bei Tesla und hatte ihn um Vermittlung guter Maschinenbaustudenten gebeten. Neben dem Gehalt und Umzugsbeihilfe gab es auch sonst interessante Vergünstigungen für Mitarbeiter: zum Beispiel einen Tesla mit 690 PS zum Ausleihen für eine Spritztour am Wochenende.

Warum die Gummersbacher Studenten bei Tesla so gut ankommen? Löwen erklärt es damit, dass amerikanische Studenten nur sehr kurze Praktika in Unternehmen machen, während ein deutsches Praxissemester mindestens fünf Monate dauert. Das lohnt sich dann auch für das Unternehmen. Es hat sicher aber auch mit der guten Ausbildung zu tun: so beherrscht Löwen das hochwertige Konstruktions-Computerprogramm CATIA, das auch Tesla nutzt, damit konnte er am neuen Arbeitsplatz sofort seine Studienkenntnisse einsetzen. Inzwischen hat der Ingenieur am Campus Gummersbach den Masterstudiengang „Produktdesign und Prozessentwicklung“ belegt, statt in den USA eine Stelle bei Tesla oder Apple anzutreten, die ihm angeboten worden waren. Ihn fasziniert die Arbeit an der Schnittstelle zwischen Technik und Design, die er in Kalifornien intensiv kennen gelernt hat. „Mit Tesla im Lebenslauf stehen mir alle Türen offen, nach Amerika kann ich immer noch gehen, wenn ich das möchte.“, da ist sich der junge Ingenieur ganz sicher.

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