COIL in der Praxis: Interkultureller Austausch zwischen TH Köln und PIONEER-Partnerhochschule Avans
Ein COIL-Projekt zum Thema „International Negotiation“ brachte Studierende der TH Köln und internationaler Partnerhochschulen zusammen. Im Rahmen des COIL Lunches wurden Ergebnisse, Herausforderungen und Erkenntnisse vorgestellt.
Collaborative Online International Learning (COIL) hat sich als wichtiger Ansatz zur Internationalisierung der Hochschullehre durch digital vernetzte Lehr- und Lernformate etabliert. Durch die strukturierte Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg entstehen virtuelle Lernräume, die sowohl den fachlichen als auch den interkulturellen Austausch fördern.
Ein aktuelles COIL-Projekt mit dem Titel „International Negotiation“ brachte Studierende und Lehrende der TH Köln, der Avans Hochschule , der Miranda House University of Delhi sowie der Berlin Business & Law School in einem gemeinsamen internationalen Lernsetting zusammen.
Im Rahmen der Veranstaltung COIL Lunch berichtete Prof. Dr. Elke Schuch von der Planung, Konzeption und Umsetzung ihres COIL-Projekts und gab einen Einblick in die Ergebnisse der Studierenden. Die vom COIL Competence Center des Zentrums für Lehrentwicklung (ZLE) der TH Köln organisierte Veranstaltungsreihe COIL-Brown-Bag-Lunches findet regelmäßig online statt und dient dem Austausch und der Vernetzung Lehrender an der TH Köln, die sich für Internationalisierung interessieren.
Präsentation von Prof. Dr. Elke Schuch
Durchgeführt wurde das vom PIONEER-Partner Avans koordinierte COIL im Wintersemester 2025/26. Es umfasste rund 180 Studierende aller beteiligten Hochschulen, darunter 25 Studierende des Bachelorstudiengangs „Translation und Mehrsprachige Kommunikation“ der TH Köln. Hier war das Projekt in einen englischsprachigen Kurs eingebunden und stellte zugleich eine prüfungsrelevante Kursleistung dar, wodurch die Studierenden besonders intensiv und praxisorientiert lernten.
Die Studierenden arbeiteten in internationalen Teams an Aufgabenstellungen zu interkultureller Kommunikation, internationalen Verhandlungspraktiken und audiovisueller Produktion. Sie führten Interviews mit internationalen Managerinnen und Managern aus der Wirtschaft durch, analysierten kulturspezifisches Geschäftsverhalten und verbanden theoretische Perspektiven mit praxisorientierter Projektarbeit.
Die kollaborative Struktur ermöglichte einen direkten Austausch zwischen Studierenden unterschiedlicher akademischer und kultureller Hintergründe. Rückmeldungen aus der Lehrveranstaltung zeigten, dass das internationale und praxisorientierte Format sehr positiv aufgenommen wurde und sich positiv auf die Motivation und das Engagement der Studierenden auswirkte. Teilnehmende beschrieben das COIL als „sehr bereichernd“, insbesondere im Hinblick auf Teamarbeit, Organisation und interkulturelle Kommunikationskompetenzen sowie Einblicke in internationale Verhandlungspraktiken.
Gleichzeitig zeigte die Durchführung typische Herausforderungen internationaler Lehrformate. Die Koordination über verschiedene Zeitzonen hinweg, unterschiedliche akademische Kalender sowie abweichende institutionelle Erwartungen erforderte eine kontinuierliche Abstimmung. Darüber hinaus stellte die kurze Projektlaufzeit von zwei Wochen hohe Anforderungen an die Studierenden. Innerhalb dieses begrenzten Zeitraums mussten sie mit externen Geschäftspartnern kommunizieren, Interviews organisieren und ein dreiminütiges Video produzieren.
Studierende präsentieren ihre Ergebnisse im Video
Für den nächsten Durchlauf dieser erfolgreichen Lehrkollaboration im Rahmen der PIONEER Alliance hat sich Prof. Dr. Elke Schuch vorgenommen, mit einer kleineren Gesamtgruppe und weniger beteiligten Institutionen zu arbeiten und darüber hinaus mehr Zeit für die Bearbeitung der Aufgabenstellung durch die Studierenden einzuplanen.
Juni 2026