Co-Site

Co-Kreation in der Region – Systemisch und innovativ Transfer entwickeln

Co-Site auf der IFAT 2026 in München

Das Co-Site-Team Grün-blaue Infrastrukturen nahm vom 04. bis 08. Mai an der IFAT München teil, der weltweit führenden Messe für Umwelttechnologien. Dort informierte sich das Team über innovative Lösungen für nachhaltige urbane Infrastrukturen und tauschte sich mit Unternehmen und Expert*innen aus, um neue Ansätze für grüne Städte zu gewinnen.

Co-Site auf der IFAT 2026 in München  Ein Schwerpunkt der IFAT 2026 war das Thema Schwammstadt. (Bild: TH Köln)

Im Rahmen einer Exkursion besuchten Mitglieder von Co-Site gemeinsam mit mehr als 60 Studierenden, fünf Professoren der Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme sowie 10 Vertretern der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umwelttechnik der TH Köln die IFAT 2026 in München. Vor Ort fanden fachlicher Austausch, Erkundungen internationaler Messestände und vielfältige Aktivitäten statt.

Die IFAT‑Messe bringt die wichtigsten internationalen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. Als weltweit größte Plattform für Umwelttechnologien im Bereich Wasser, Recycling und Kreislaufwirtschaft präsentiert sie vielfältige Ideen und innovative Lösungen für die Herausforderungen von Industrie und Kommunen. Die Veranstaltung ermöglichte tiefgehende Einblicke in neue Strategien, Technologien und praxisnahe Ansätze, die entscheidend zur nachhaltigen Entwicklung urbaner Infrastrukturen beitragen.

Mit der Schwammstadt zur Klimaresilienz

Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Schwammstadt, einem innovativen Ansatz zur klimaangepassten Gestaltung urbaner Räume. Das Konzept bündelt Maßnahmen wie Gründächer, Versickerungsflächen, Mulden‑Rigolen‑Systeme, Regenwassertanks und Retentionsflächen, um Regenwasser innerhalb der Stadt zu halten, zu speichern und gezielt versickern zu lassen. Dies entlastet die städtischen Kanalnetze und minimiert das Risiko von Überschwemmungen. Gleichzeitig trägt die Verdunstung des zurückgehaltenen Wassers in trockenen und heißen Phasen zu einer Abkühlung bei. So wird die städtische Resilienz gegenüber den klimatischen Extremereignissen gestärkt. 

Besonders deutlich wird dies an Gründächern – unabhängig von ihrer Ausführung als extensive oder intensive Dachbegrünung, als Retentionsdach oder in Kombination mit Solaranlagen: Auf der Messe wurden nicht nur innovative Technologien rund um das Thema Schwammstadt von verschiedenen Unternehmen vorgestellt, sondern es fanden zudem spannende Vorträge – unter anderem von der DWA (Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V.), der Stadt Hamburg sowie der StEB Köln – statt, in denen konkrete Umsetzungsbeispiele für Maßnahmen zur Entwicklung einer Schwammstadt präsentiert wurden. 

IFAT 2026 als Treiber für nachhaltige und resiliente Stadtentwicklung 

Die Messe vermittelte spannende neue Erkenntnisse, von denen die Studierenden umfassendes Praxiswissen in Bezug auf städtische Grün‑ und Wassersysteme gewonnen und ihre Kompetenzen deutlich erweitert haben. Auch das Co-Site-Team konnte sein Fachwissen vertiefen; die gewonnenen Impulse zu Schwammstadt, nachhaltigem Regenwassermanagement und grüner Infrastruktur stärken das fachliche Verständnis und werden in die Umsetzung sowie Weiterentwicklung von Co-Site einfließen. 

Darüber hinaus nutzte das Team den Messebesuch für intensive Gespräche mit mehreren Unternehmen. Besonders hervorzuheben ist dabei der Austausch mit führenden Anbietern von Dach- und Fassadenbegrünungslösungen, Regenwassermanagement und Landschaftsgestaltung. Die vor Ort anwesenden Experten gaben wertvolle Impulse, die den Weg für innovative und nachhaltige Infrastruktur- und Gestaltungslösungen ebnen. 

Der Besuch der IFAT 2026 war somit auch ein Schritt, um das Praxisnetzwerk im Kontext zukunftsorientierter und resilienter urbaner Infrastrukturprojekte weiter auszubauen.  

Mai 2026

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