Blockchain, Live-Stream und nachhaltige Produktion: Unternehmen von TH-Studierenden und Absolventen

TH Gründerabend-1-kl (Bild: Simon Jolbej / TH Köln)

13.01.2020 – Das Institute for Business Administration and Leadership (IBAL) setzt seine erfolgreiche Reihe “Startup Night” fort. Beim Gründerabend am Campus Gummersbach schilderten vier aktuelle und ehemalige TH-Studierende den rund 50 Zuhörer*innen ihre Unternehmensgeschichte und gaben wertvolle Praxistipps.

Drei unterschiedliche Unternehmungen, die eines vereint: sie alle nutzen Zukunftstechnologien, um neue Produktideen und Geschäftsmodelle zu realisieren. So entwickelt beispielsweise Dr. Ante Plazibat, TH-Absolvent  2014 in Wirtschaftsinformatik, heute mit der Schweizer Noumena Digital AG Blockchain-Anwendungen für den Finanzsektor. Nikolas Beckel und Johannes Scheiermann hingegen studieren noch Informatik und beschäftigen sich mit interaktivem Live-Streaming. Ihr Unternehmen BOTLER LIVE, das sie neben dem Studium gegründet haben, wird aktuell mit dem NRW-Gründerstipendium gefördert. Gabriel Keubgen, B. Eng. in Wirtschaftsingenieurwesen, gründet momentan das Unternehmen "MIA" – das steht für „Manufacturing Intelligent Assistance“. Ziel von MIA ist es, Verschwendung in Produktionsanlagen zu vermeiden – durch intelligente Software und benutzerfreundliche Anwendungen für Angestellte in der Produktion.

Unternehmen neben dem Studium gegründet

So unterschiedlich die Unternehmen, so verschieden auch die Erfolgsgeschichten. Ante Plazibat präsentierte fünf Erfolgsfaktoren für erfolgreiche Startup-Gründungen: konsequente Orientierung an Kundenbedürfnissen, Beschäftigung mit Schrittmacher-Technologien, Fokussierung auf aktive Kundenberatung, intrinsische Motivation der Firmenmitglieder sowie ein Start mit Projekten, bevor die Weiterentwicklung in eine Produktfirma folgt. Nikolas Beckel und Johannes Scheiermann berichteten eindrucksvoll, wie sie die duale Herausforderung durch Studium und parallele Unternehmensgründung gemeistert haben. Die beiden Gründer betonten, wie wertvoll Unterstützung und Coaching aus lokalen Netzwerken sein kann. Und Gabriel Keubgen verdeutlichte schließlich, dass einem Unternehmer immer wieder Kunden, Geschäftspartner oder Bekannte begegnen, die an der unternehmerischen Idee zweifeln. Wichtig ist in solchen Situationen, dass man nicht aufgibt, weitermacht und neue Motivation schöpft – um für das einzustehen, für das man brennt. In Keubgens Fall: für die Vermeidung von Verschwendung wertvoller Ressourcen, vor allem in der Produktion.

Vielfältige Unterstützung für Gründer*innen

Die Organisatorin des Abends, Prof. Dr. Monika Engelen vom „Institute for Business Administration and Leadership“, unterstrich die vielfältigen Möglichkeiten, mit denen die TH Köln Studierende auf dem Weg zur Unternehmensgründung unterstützt. "Wir können vieles möglich machen, durch TH-interne Förderung oder durch unsere starken Gründernetzwerke in der Region". Ein solches Netzwerk präsentierte Tobias Baran zum Abschluss der Startup Night: der Entrepreneurs Club Cologne (ECC) möchte Studierenden die Gründerszene näherbringen und Vernetzung fördern. Natürlich sind auch Gummersbacher Studierende herzlich eingeladen, so Baran, sich aktiv am Kölner ECC zu beteiligen.

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