Ausstellungsreihe "Mies im Westen"

Ausstellungsreihe | Mies van der Rohe im Westen (Bild: DESERVE Berlin |  M:AI NRW | TH Köln)

Die Ausstellungsreihe „Mies im Westen“ ist an allen drei Orten eröffnet. Gezeigt werden wenig beachtete Projekte und Spuren des Architekten Ludwig Mies van der Rohe in NRW. In Koproduktion mit dem Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI NRW) haben Architektur-Studierende der TH Köln, der TH Mittelhessen und der Alanus Hochschule gemeinsam die Ausstellungen entwickelt.

Die Ausstellungsreihe „Mies im Westen“ ist an allen drei Ausstellungsorten eröffnet. 

Ludwig Mies van der Rohe ist einer der bedeutendsten Architekten des 20. Jahrhunderts. Weltbekannt wurde er durch seine Bauten, wie die Neue Nationalgalerie, das Illinois Institute of Technology oder das Seagram Building. Zugleich ziehen sich die Verbundenheit mit Aachen und seine Arbeit in NRW wie ein roter Faden durch sein Lebenswerk.

Die Ausstellungsreihe „Mies im Westen“ möchte sein bislang wenig beachtetes Wirken in Aachen, Krefeld und Essen veranschaulichen. Studierende der Mastervertiefung „Denkmalpflege und Planen im Bestand“ unserer Fakultät, der TH Mittelhessen und der Alanus Hochschule haben in Kooperation mit dem Museum für Architektur und Ingenieurbaukunst NRW (M:AI NRW) die drei Ausstellungen unter Leitung von Prof. Dr. Daniel Lohmann und Prof. Norbert Hanenberg entwickelt. Studierende und Professoren haben sich dafür gemeinsam auf Spurensuche begeben – die Ausstellung ist das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeit.

An den Projekten zeigt sich eindrucksvoll der Weg von Mies van der Rohe – vom Handwerkslehrling über den Bauhausdirektor bis zum international agierenden Architekten. Sein Wirken war so einflussreich, dass viele Kollegen sich an den Prinzipien orientiert haben. Sie schufen im Rheinland Bauten, die sein Werk reflektieren und in denen „Mies im Westen“ seine Spuren hinterlassen hat.

Mies im Westen - Aachen Mies im Westen - Aachen (Bild: TH Köln | Janina Hofius )

AACHEN // 12. Mai - 16. Juni 2019

NAK Neuer Aachener Kunstverein

Passstraße 29, 52070 Aachen

Di - So, 14 - 18 Uhr

Aachen ist der Ort, wo das älteste Bauwerk erhalten ist, an dem Ludwig Mies van der Rohe als Lehrling im Jahr 1905 mitarbeitete. Beinahe wäre die Stadt auch diejenige mit dem letzten Bau von Mies geworden – wenn die Vereinigten Glaswerke seinen Entwurf für einen Entwurf für eine Zentrale von 1968 realisiert hätten. In der Aachener Teilausstellung wird der lange Lebensweg des Architekten deutlich, der sich vom katholischen Handwerkersohn aus dem Rheinland über Stadtionen in Berlin und Chicago zu einem der bekanntesten Baumeister des 20. Jahrhunderts entwickelte.

Mies im Westen - Krefeld Mies im Westen - Krefeld (Bild: TH Köln | Janina Hofius )

KREFELD // 16. Mai - 30. Juni 2019

Mies van der Rohe Business Park, Girmesgath 5, 47803 Krefeld

Di - Fr, 10 -18 Uhr; Sa - So, 12 - 18 Uhr

Die Krefelder Projekte nehmen eine besondere Position innerhalb des Werks Mies van der Rohes ein. Sie verdeutlichen eindrucksvoll die Schaffensphase seines ersten Karrierehöhepunktes, als er zu den wichtigsten Akteuren der modernen Avantgarde der Zwischenkriegszeit gehörte. In dieser Zeit suchte er neue Ausdrucksformen, Konstruktionsmöglichkeiten und Bedeutungsebenen in der Architektur. Die sechs Projekte im Kontext der Krefelder Seidenindustrie von 1927 – 38 illustrieren daher neben ihrer eignen Geschichte auch die Entwicklung der Baukunst dieser Zeit.

Mies im Westen - Essen Mies im Westen - Essen | Prof. Dr. Daniel Lohmann und Prof. Norbert Hanenberg (Bild: TH Köln | Janina Hofius )

ESSEN // 23. Mai - 5. Juli 2019

NEUE GALERIE der VHS Essen, Burgplatz 1, 45127 Essen

Mo - Fr, 9 - 21 Uhr; Sa, So und Feiertage geschlossen (15. + 16. Juni: 9 - 17 Uhr)

In der Essener Teilausstellung werden mit Haus Henke von 1930 und der Krupp-Zentrale von 1960 das kleinste und größte Projekt innerhalb von „Mies im Westen“ präsentiert. Die beiden Bauten verdeutlichen die zwei großen Schaffensphasen von Mies van der Rohe: Er suchte in der Nachkriegszeit die Nähe von kunstinteressierten Industriellen wie Ernst Henke, um seine Ideen des neuen Wohnens verwirklichen zu können, bevor er sich während des Wirtschaftswunders der Nachkriegszeit in seiner amerikanischen Schaffensphase zum weltweit gefragten Architekten entwickelte.

Die zahlreichen Ausstellungsexponate – wie beispielsweise die auf großen Tafeln präsentierten Rekonstruktionszeichnungen und Modelle der einzelnen Projekte, die von den Studierenden und Professoren gefertigt wurden – sind das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeit. Ergänzt werden sie durch historische Zeichnungen und Planunterlagen, sowie Bildern und Texten. Zudem haben die Studierenden auch die Ausstellungsarchitektur entwickelt.

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