30 Jahre Erasmus+

Egal ob als Student oder Professorin – einen Auslandsaufenthalt bezeichnen viele rückblickend als eine der schönsten Erfahrungen ihres Studiums. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Erasmus-Programms haben wir unsere Hochschulangehörigen gefragt, warum sie einen Auslandsaufenthalt unbedingt weiterempfehlen. Nicht nur, weil man nette Reiseandenken mitbringen kann.

Prof. Dr. Thorsten Schneiders

​​Prof. Dr. Thorsten Schneiders
Prof. Dr. Thorsten Schneiders ist Internationalisierungsbeauftragter an der Fakultät für Anlagen- Energie- und Maschinensysteme (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)
Prof. Dr. Thorsten Schneiders war als Student für ein Auslandssemester an der University of Sheffield (England). Über seine Mitarbeit in der Industrial Society wurde er als Teil einer Delegation internationaler Studierender zu einem Empfang eingeladen, um Small-Talk mit der Queen zu halten („Where are you from?”). Als Internationalisierungsbeauftragter an der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme möchte Thorsten Schneiders mehr Studierenden zur Auslandserfahrung verhelfen: „Unser Arbeitsmarkt wird immer internationaler, und ein Auslandssemester ist der beste Weg, sich darauf vorzubereiten. Außerdem ist es eine großartige persönliche Erfahrung.“

„Bei einem Auslandsstudium trifft man viele interessante Leute … und manchmal sogar die Queen!”


Adrian Botnariu

Adrian Botnariu
Adrian Botnariu schreibt derzeit seine Thesis im Bachelorstudiengang Medientechnik. (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)
​Adrian Botnariu schreibt derzeit seine Thesis im Bachelorstudiengang Medientechnik. Sein Auslandssemester an der Ecole Nationale Supérieure Louis Lumière in Paris (Frankreich) wollte er unbedingt in der Stadt verbringen, in der sein Lieblingsphilosoph Albert Camus gelebt hat. Überschattet wurde sein Aufenthalt 2015 durch die Anschläge in Paris, vor allem in und um das Bataclan-Theater. In diesem Arrondissement hat auch Botnariu gewohnt: „Ich habe lange gebraucht, um das Erlebnis zu verarbeiten”.

„Paris hat mir Kunst näher gebracht und mein Französisch perfektioniert. Auch der Einfluss der Banlieues ist nicht spurlos an mir vorbeigegangen und hat mich in Sprache, Gang und Stand nachhaltig geprägt: Ich spreche lockerer, gehe wippender und stehe fest im Leben. Ich bin jetzt Filmemacher, Baby! Und das ist alles was ich wollte.”


Sabrina Geppert

​​Sabrina Geppert
Sabrina Geppert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)
Eine alte Legende besagt, dass ein Student, der auf der Fassade der Universität von Salamanca (Spanien) einen Frosch entdeckt, der auf einem Schädel sitzt, all seine Prüfungen bestehen wird. Sabrina Geppert, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Translation und Mehrsprachige Kommunikation, hat ihn während ihres Auslandssemesters gefunden – und tatsächlich auch alle Prüfungen bestanden.

„Ich würde mein Auslandssemester auf jeden Fall wiederholen wegen der Erkenntnis, dass vieles oft nur eine Frage der Perspektive ist. Das birgt die Möglichkeit, sich selbst und anderen/m wertfrei begegnen zu können bzw. vielleicht sogar zu müssen. Und dann gespannt zu schauen, was daraus entstehen kann.”


Indra Dekkers

Indra Dekkers
Indra Dekkers, Absolventin im Bachelorstudiengang Mehrsprachige Kommunikation (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)
Auch für Absolventinnen und Absolventen besteht die Möglichkeit auf einen Auslandsaufenthalt: mit dem Graduiertenpraktikum. Indra Dekkers, Absolventin im Bachelorstudiengang Mehrsprachige Kommunikation, hat in Dublin in einem Übersetzungsbüro gearbeitet. Ihre Gastfamilie hat sie während ihres Aufenthalts nicht nur mit Geschenken überhäuft (wie diesem Pulli des University College Dublin), sondern auch zu allen Familienausflügen und Feiern mitgenommen: „Die Iren sind einfach ein unfassbar offenes und lustiges Völkchen”.

„Nirgendwo sonst bekommt man einen so echten und starken Eindruck von Land, Kultur und Leuten, als wenn man eine Zeit lang mit ihnen zusammen lebt und arbeitet. Ich habe dank der Freunde, die ich dort gefunden habe und der Familie, die mich so herzlich aufgenommen hat, in Dublin ein zweites Zuhause gefunden.”


Jan Rathjen

Jan Rathjen
Jan Rathjen, Leiter des Referats für Studium und Lehre (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)
Jan Rathjen, Leiter des Referats für Studium und Lehre, war bereits drei Mal über Erasmus im Ausland: als Student in Aix-en-Provence und über die Staff Mobility-Programme in Tours und in Liverpool. Die beiden Aufenthalte in Frankreich kommen seinem Faible für französische Literatur und Küche nahe, in England hat ihn die Hochschulkultur beeindruckt, zwischen Tradition und sehr moderner Kundenorientierung.

„Jede Auslandszeit war inspirierend und bereichernd, für das Studium bzw. den Beruf, aber auch weit darüber hinaus. Und wer Alltag im Ausland geteilt hat, hat sicher weniger Probleme damit, wenn ‚Ausländer‘ Teil unseres Alltags sind.”

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