Von seinen Studenten "sensationell gut bewertet"

Prof. Dr. Averkamp, Frau Ehses, Prof. Dr. Ehses, Prof. Dr. Faeskorn-Woyke, Prof. Dr. Stenzel, Prof. Dr. Heuchemer (v.l.n.r.) (Bild: Manfred Stern / FH Köln)

Prof. Dr. Erich Ehses wurde in den Ruhestand verabschiedet

„Fachlich absolut kompetent, menschlich top!“ - „Der kompetenteste Dozent meiner Studienlaufbahn!“ - „Erklärt absolut verständlich, auch bei so komplexen Themen wie „Algorithmen und Programmierung“". Die Studierenden sind begeistert vom Informatik-Professor Dr. Erich Ehses und veröffentlichen gerne ihre Meinung auf einer bundesweiten Internet-Ranking-Liste. Mit ihren Bewertungen haben sie ihn auf Platz 4 der Informatik-Professoren in NRW gehoben. Zum Bedauern seiner vielen Anhänger am Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln ist der sympathische Physiker jetzt in den Ruhestand gegangen, er hat das Pensionsalter erreicht.

Die Vizepräsidentin der FH Köln, Prof. Dr. Sylvia HeuchemerProf. Dr. Sylvia Heuchemer bei Ihrer Rede (Bild: Manfred Stern / FH Köln)

Zu seiner offiziellen Verabschiedung im Juni 2015 war die Vizepräsidentin der FH Köln, Prof. Dr. Sylvia Heuchemer, nach Gummersbach gekommen. Auch sie hob die „sensationell guten Bewertungen der Studierenden“ hervor, unterstrich in ihrer Rede aber auch die Wertschätzung der Kollegen für den bescheiden auftretenden Professor: „Wir können auf seine Expertise nicht verzichten“, so hatten die die Lehrenden der Informatik ihren Antrag auf Verlängerung für Prof. Ehses begründet, der an das Präsidium gegangen war. So müssen die Studierenden nicht ganz auf ihren geschätzten Professor verzichten, er hat noch einen Lehrauftrag für die Informatik und auch für den Verbundstudiengang Wirtschaftsinformatik übernommen, mit dem Thema Compilerbau.

Sehr humorvoll gestaltete Prof. Dr. Horst Stenzel seine Laudatio. Er bezeichnete seinen langjährigen Kollegen scherzhaft als einen „menschlichen Compiler“, der in seinen Fahrten zwischen Bonn und Gummersbach über 21 Jahre zehn Mal die Erde umrundet habe. Er sei aber auch „unendlich geduldig“ gewesen mit seinen Studenten, deren mehr als 30.000 Seiten Abschlussarbeiten er im Laufe der Jahre gelesen habe. Zum Abschied überreichte Prof. Stenzel seinem Kollegen eine Miniatur-Büste – druckfrisch aus dem 3-D-Drucker.

Neben seiner Lehrtätigkeit engagierte sich Prof. Ehses auch in Forschungsprojekten, von denen eines ins Weltall, das andere in den Mikrokosmos führte: Beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR) wirkte er bei der "Fernsteuerung" von Weltraum-Experimenten mit, beim CERN, der Europäischen Organisation für Kernforschung, beschäftigte er sich mit den Kommunikationsstrukturen zwischen den weltweit verstreuten Rechenzentren für die Atomkern-Experimente.

Inzwischen reist Prof. Ehses nur noch einmal die Woche nach Gummersbach und hat viel mehr Zeit für seine Hobbies Rudern und Wandern. Er freut sich auch auf die Besuche bei seinem Sohn und seiner Tochter, besonders aber auf das Zusammensein mit seiner zweieinhalbjährigen Enkelin, die er jetzt häufiger sehen kann.

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