Rückblick und Ausblick: Prof. Dr. Matthias Hochgürtel verabschiedet sich als Dekan
Ein Kapitel geht zu Ende, ein neues beginnt: Prof. Dr. Matthias Hochgürtel legte zum 30. Juni seine Funktion als Dekan der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften am Campus Leverkusen nieder. Ab dem 1. Juli übernimmt er als Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer an der TH Köln neue Verantwortung.
Die Fakultät bedankt sich herzlich für sein Engagement und blickt mit ihm auf seine Zeit als Dekan zurück sowie auf die zukünftigen Entwicklungen der Fakultät.
Seit 2012 leitete Prof. Dr. Matthias Hochgürtel die Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften als Dekan und prägte damit maßgeblich deren Aufbau und strategische Ausrichtung. Als Professor für Pharmazeutische Chemie und Analytik wird er auch weiterhin am Campus Leverkusen forschend tätig sein.
Prof. Dr. Matthias Hochgürtel, was waren für Sie persönlich die wichtigsten Meilensteine und Highlights während Ihrer Amtszeit als Dekan der Fakultät für Angewandte Naturwissenschaften?
"Da gab es in den letzten Jahren gleich mehrere. Ein wichtiger Entwicklungsschritt war die Akkreditierung und Etablierung unserer Studiengänge – zunächst der Bachelor- und später auch der Masterstudiengänge. Gerade die Master waren ein hartes Stück Arbeit, da sie ursprünglich gar nicht für uns vorgesehen waren. Umso mehr freut es mich, dass wir den konsekutiven Master „Angewandte Chemie" sowie den Master „Drug Discovery and Development" – letzteren in enger Zusammenarbeit mit der Medizinischen Fakultät der Universität zu Köln – auf den Weg bringen konnten. Das war für mich damals schon ein besonderes Highlight."
"Das zweite große Thema war natürlich der neue Campus – vom Entstehen über den Bau, den Pannen bis hin zum Umzug. Endlich im neuen Gebäude angekommen zu sein, ist meiner Ansicht nach einer der wichtigsten Meilensteine, die wir als Fakultät erreicht haben. Wir sind sehr glücklich, hier nun in einem modernen, attraktiven Umfeld lehren und forschen zu können."
Wie haben Sie die Herausforderungen der letzten Jahre – etwa in Bezug auf Digitalisierung, Forschung oder Lehre – erlebt?
"Im Grunde ist die Neugründung einer Fakultät, und gerade in den ersten Jahren, durchgängig von Herausforderungen geprägt. Wichtig war dabei aus meiner Sicht, dass wir sie im Team angegangen sind und sehr oft pragmatische Lösungen gefunden haben."
"Besonders einschneidend war sicherlich die Corona-Krise: Wir mussten akut reagieren und letztlich auch unsere Lehrformate umstellen. Das verlangte schnelles Umschalten – dank der Vorarbeit einiger Kolleginnen und Kollegen und einer guten Organisation haben wir das aber gut hinbekommen."
"Natürlich wirkt diese Zeit nach. Sie beeinflusst bis heute unsere Arbeit, und sie prägt vor allem die Studierenden, die die Pandemie miterlebt haben. Daraus sind Herausforderungen erwachsen, die wir noch nicht vollständig bewältigen konnten und die uns weiter begleiten."
Welche Visionen und Ziele hatten Sie für die Fakultät, und inwiefern konnten diese umgesetzt werden?
"Für mich ging es immer darum, eine forschungsstarke, dynamische Fakultät zu gestalten – eine, in der in Lehre und Forschung eng zusammengearbeitet wird. Entscheidend war dabei, die Einrichtung so aufzubauen, dass die Infrastruktur diese Zusammenarbeit auch wirklich ermöglicht und dass es kurze Wege und einen engen Austausch gibt: zwischen den Forschenden, aber ebenso mit den Studierenden. Das lief und läuft nicht immer ganz reibungslos, und die eine oder andere Hürde gibt es natürlich. Aber unterm Strich haben wir, so wie die Fakultät heute aufgestellt ist, einen sehr guten Entwicklungsstand erreicht, von dem aus wir uns natürlich weiterentwickeln."
Was motiviert Sie besonders in Ihrer neuen Position als Vizepräsident für Forschung und Wissenstransfer und welche Schnittstellen sehen Sie zwischen Ihrer bisherigen Tätigkeit und Ihrer neuen Rolle?
"Schon als Dekan habe ich in den letzten Jahren sehr stark fakultätsübergreifend und innerhalb der gesamten Hochschule agiert – daran möchte ich gerne anknüpfen. Natürlich trete ich jetzt aus der reinen Fakultätsperspektive deutlich heraus und habe die Möglichkeit, die Zusammenarbeit vor allem in der Forschung über die verschiedenen Fakultäten hinweg zu unterstützen. Und ich kann dabei sicher auch lernen, wie unterschiedlich die Fakultäten und ihre Forschungsansätze sind. Das ist für mich eine spannende Synergie."
"Da werde ich noch eine ganze Menge lernen – und lernen müssen –, aber daraus ergeben sich eben auch neue Möglichkeiten. Meine Erfahrungen aus den vergangenen Jahren, in der Fakultät ebenso wie in der Zusammenarbeit mit den anderen Dekaninnen und Dekanen in der Fakultätenkonferenz, helfen mir sicher bei einem guten Einstieg. Sie ermöglichen vieles in dieser Position – und hoffentlich auch, die Rahmenbedingungen für Forschung und Transfer an der TH weiter zu verbessern."
Haben Sie noch etwas, was Sie dem neuen Dekan oder Dekanin wünschen?
"Dem neuen Dekan oder der neuen Dekanin wünsche ich natürlich viel Erfolg und immer ein glückliches Händchen bei allen anstehenden Entscheidungen. Wichtig ist aus meiner Sicht vor allem, offen zu bleiben und transparent mit den Kolleginnen, Kollegen und Mitarbeitenden zu sprechen und zu agieren. Das wird der Nachfolgerin oder dem Nachfolger bestimmt sehr gut gelingen."
Ausblick auf die Fakultätsentwicklung
Prof. Dr. Dirk Burdinski, Prodekan für Studium und Lehre, übernimmt ab dem 1 Juli interimistisch die Aufgaben des Dekans. Das im Fakultätsrat neu gewählte Dekanat tritt seine vierjährige Amtszeit zum 1.9.2026 an.
Juli 2026