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Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften

Campus Südstadt
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Niederschwelligkeit in der Sozialen Arbeit

Niederschwelligkeit – als Fachbegriff gern verwendet, wenig definiert. Er bedeutet – ob gewollt oder nicht – immer Systemkritik: an der sozialen Realität und an der Sozialen Arbeit.

Niederschwelligkeit in der Sozialen Arbeit Niederschwelligkeit in der Sozialen Arbeit (Bild: Beltz Juventa)

In der Sozialen Arbeit gilt Niederschwelligkeit als Qualitätsmerkmal für durchdachte Konzeptionen von Einrichtungen. Immer dann, wenn Zielgruppen abtauchen, Einrichtungen schwach ausgelastet sind oder als schwer zugänglich gelten, ertönt der Ruf nach Niederschwelligkeit. Dadurch soll die Kennzahl der Inanspruchnahme von Einrichtungen verbessert werden, sollen Ausschluss und Creaming der KlientInnen gemildert werden.

Aber: Alltagsnähe schlicht mit Niederschwelligkeit gleichzusetzen, verkennt das philosophische Fundament einer kritischen Alltagstheorie. Es gilt hier, einen substanziellen Unterschied zwischen Erklären und Handeln zu formulieren, der ein auf Reflexion setzendes Verständnis des Theorie-Praxis-Kontinuums voraussetzt.

Herausgeber: Helmut Arnold / Hubert Höllmüller
Buch, broschiert 342 Seiten
ISBN: 978-3-7799-3292-5
Erschienen: 07.04.2017  

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