Neuberufen 2018: Prof. Dr. Torsten Oletzky

Prof. Dr. Torsten Oletzky (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Fakultät für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften Lehr-/Forschungsgebiet: Unternehmensstrategie und Prozessmanagement in der Versicherungswirtschaft

Studium Betriebswirtschaftslehre an der Universität des Saarlandes, Saarbrücken, und der University of Michigan, Ann Arbor (USA)
Promotion „Wertorientierte Steuerung von Versicherungsunternehmen“ an der Universität Hannover
Berufliche Stationen (u. a.)
- Unternehmensberater und Projektleiter bei McKinsey & Co. (Frankfurt, Istanbul, Köln)
- Hauptabteilungsleiter, später Personalvorstand und Arbeitsdirektor, Hamburg-Mannheimer Versicherungen, Hamburg
- Mitglied des Vorstands, später Vorstandsvorsitzender der ERGO-Versicherungsgruppe, Düsseldorf
- Lehrbeauftragter an der Leibniz Universität Hannover
- Selbstständiger Unternehmensberater

Als Kind hätte ich mir nie vorstellen können, dass das Thema Versicherung einmal im Mittelpunkt meiner beruflichen Tätigkeit stehen würde. Ich habe mich eher in einer Schokoladenfabrik gesehen – das Produkt erschien mir deutlich überzeugender.

Wenn ich jetzt noch mal studieren würde, würde ich mich für Kunstgeschichte als Studienfach entscheiden – wenigstens wenn ich keinen Druck hätte, damit meinen Lebensunterhalt zu verdienen.

Lebensversicherungen sind ein sehr sinnvoller Bestandteil der Altersversorgung. Gleichzeitig ist es nicht einfach, dieses Produkt in Zeiten dauerhaft niedriger Zinsen so zu gestalten, dass sowohl der Kunde als auch der Versicherer damit glücklich wird.

Kleingedrucktes und Kundenorientierung passen nicht wirklich gut zusammen. Die Versicherer sollten ihre Bedingungswerke deutlich einfacher, verständlicher und kürzer gestalten – und die Politik sollte nicht zu viele Angaben in Dokumenten vorschreiben, die der Kunde am Ende doch nicht liest.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen bei der digitalen Erneuerung der Versicherungswirtschaft und der Untersuchung neuer Geschäftsmodelle der Insurtech-Startups.

Ich würde gerne herausfinden, wie es gelingt, junge Menschen für die auf den ersten Blick trockene Materie der Versicherung zu begeistern und zu motivieren, bessere Lösungen zu finden als die Generationen davor.

Mensen und Kantinen sind keine Sterne-Restaurants, aber die besten Orte, um sich mit Kollegen und Studierenden abseits der beruflichen Routine auszutauschen – deswegen gehe ich gerne dahin.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, war Golden House von Salman Rushdie – am Anfang musste ich mich ein wenig durchkämpfen, je länger ich das Buch aber gelesen habe, desto interessanter wurde es.

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