Neuberufen 2018: Prof. Dr. Lasse Scherffig

Prof. Dr. Lasse Scherffig (Bild: KISD/Michaela Patschurkowski)

Fakultät für Kulturwissenschaften Lehr-/Forschungsgebiet: Interaction Design


Studium Kognitionswissenschaften an der Universität Osnabrück sowie Digitale Medien an der Universität Bremen
Promotion "Feedbackmaschinen. Kybernetik und Interaktion" an der Kunsthochschule für Medien, Köln

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes
  • Freischaffender Künstler
  • Künstlerisch-wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kunsthochschule für Medien, Köln
  • Gastprofessor an der Bauhaus-Universität Weimar
  • Lehrbeauftragter an der Bauhaus-Universität Weimar und der FH Dortmund
  • Assistant Professor, später Fachbereichsleiter am San Francisco Art Institute, USA

Als Kind wollte ich die Dinge lieber verstehen als richtig machen.

Freischaffende Künstler sind wie das Vorbild für den Arbeitsmarkt im Spätkapitalismus: Jede/r ist UnternehmerIn und verkauft vor allem sich selbst – mit der Gehalts- und Jobsicherheit von Uber-FahrerInnen.

Promoviert habe ich, weil ich verstehen wollte, wie Interaktion funktioniert, wie wir Interfaces wahrnehmen und was die Kybernetik und Regelungstechnik der 1930er bis 1950er Jahre mit all dem zu tun hat.

Eigenaktive Dinge sind überall: als Smartphone in unseren Hosentaschen und als vernetzte Glühbirnen in unseren Häusern. Sie sind Resultate komplexer gesellschaftlicher und technischer Prozesse und strukturieren grundlegend unsere "post-digitale" Realität.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen mit einer experimentellen und forschenden Praxis der Gestaltung von Interaktion, die neue Wege erkundet und zugleich die sozio-technischen Wurzeln und Konsequenzen von Digitaltechnologien reflektiert.

Ich würde gerne herausfinden, wie man mit billiger Hardware GPS-Signale fälscht – und was man damit Interessantes anfangen kann.

Der beste Ort, um kreativ zu sein, ist im Gespräch.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, war Design for a Brain von Ross Ashby.

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