Neuberufen 2018: Prof. Dr. Antonio Brettschneider

Prof. Dr. Antonio Brettschneider (Bild: Thilo Schmülgen/TH Köln)

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften Lehr-/Forschungsgebiet: Kommunale Sozialpolitik

Studium Soziologie, Politikwissenschaften und Germanistik an der Heinrich-Heine-Universität, Düsseldorf
Promotion „Legitimationsdiskurse im Umbau der Alterssicherung: Deutschland und Spanien im Vergleich“ an der Friedrich-Schiller-Universität, Jena
Berufliche Stationen (u. a.)
- Stipendiat im DFG-Graduiertenkolleg „Zukunft des europäischen Sozialmodells“ an der Georg-August-Universität, Göttingen
- Stipendiat des Forschungsnetzwerks Alterssicherung der Deutschen Rentenversicherung Bund
- Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Duisburg-Essen
- Wissenschaftlicher Referent am Forschungsinstitut für gesellschaftliche Weiterentwicklung (FGW), Düsseldorf

Als Kind habe ich (fast) die gesamten 1980er miterlebt: Panini Sammelalben (WM 82!), Palomino-Pferde von C&A, Spaß am Dienstag mit Werner und Zini, Tschernobyl, das A-Team und die Ghostbusters, Ein Colt für alle Fälle und Trio mit vier Fäusten, Commodore 64 und Sony Walkman, Michael Jackson und The Final Countdown, Rambo III, Rocky IV, Captain Future und Donkey Kong. War ganz OK.

Wenn ich heute noch einmal studieren würde, dann vielleicht Jura – hätte meine Mutter gut gefunden, wollte ich aber nicht. Oder Schauspielerei oder Musik – hätte ich eigentlich gut gefunden, habe ich mich aber nicht getraut.

Kommunen stehen im deutschen föderalen System oftmals am Ende der Nahrungskette. Viele Kommunen sind hoch verschuldet und kaum noch handlungsfähig, während der Bund die „schwarze Null“ feiert. Wenn die Lebensverhältnisse in Deutschland aber nicht mehr gleichwertig sind, kann das sehr konkrete Konsequenzen für die Lebenschancen der Menschen haben.

Für die aktuelle Sozialpolitik wünsche ich mir, dass sie nicht länger (und nie wieder) angeblich alternativlosen ökonomischen oder fiskalischen Systemimperativen untergeordnet, für Partei- und Klientelpolitik instrumentalisiert, neosozial unterwandert oder schlicht und einfach schlecht konzipiert und umgesetzt wird.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen auf die konzeptionelle Ausarbeitung und empirische Analyse einer Sozial- und Gesellschaftspolitik, die sich an dem Leitbild der Autonomie orientiert und die ernsthaft, systematisch und konsequent darauf abzielt, gleiche Voraussetzungen für die freie Entfaltung der Persönlichkeit zu schaffen – so wie es das Sozialgesetzbuch eigentlich vorsieht.

Ich würde gerne herausfinden, wo ich eigentlich die ganzen gelben Becherpfand-Marken von der Kaffeebar hingetan habe?

Kein Campus ohne Hausmeister, Pförtner, Sekretariat, Mensa und Technik. Seien wir ehrlich: Alle anderen kommen und gehen.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, war Swing Time von Zadie Smith. Ansonsten lese ich Leute wie Franzen, Lethem, Eugenides, Auster, Wallace usw. – und Houellebecq, auch wenn das letzte Buch eher schwach war.

M
M