Nachgefragt bei Prof. Dr. Sefik Tagay

Prof. Dr. Sefik Tagay (Bild: Heike Fischer/TH Köln)

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften, Lehr-/Forschungsgebiet: Psychologie mit Schwerpunkt Public Health


Studium Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum

Promotion „Traumatische Ereignisse, Posttraumatische Belastungsstörung und Somatisierung bei Patienten der Ambulanz einer Psychosomatischen Universitätsklinik“ an der Universität Duisburg-Essen

Habilitation „Strukturiert-standardisierte Diagnostik von Traumatisierungen und personalen Ressourcen in der Psychotherapie“ an der Universität Duisburg-Essen

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Weiterbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten am Kölner Lehrinstitut für Verhaltenstherapie
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LVR-Klinikum Essen
  • Erziehungsberater bei der Stadt Essen und  Psychotherapeut in Mönchengladbach
  • Leiter der Forschungsabteilung der Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, LVR-Klinikum Essen

Als Kind war ich am liebsten in der freien Natur mit Freunden. Ganz besonders liebte ich Fußballspielen, wo immer es ging.

Wenn ich heute noch mal studieren würde, dann selbstverständlich wieder Psychologie. Ich genoss meine Studienzeit mit meinen KommilitonInnen, ganz besonders die lebhaften Diskurse über die großen psychologischen Modelle und Paradigmen.

Die Psyche im Berufsalltag steht in enger Wechselwirkung mit dem körperlichen Wohlbefinden. Alles Leben ist psycho-somatisch.

Von der Traumatherapie zur Wissenschaft der Sozialen Arbeit eröffnet sich mir die große Gelegenheit an der TH Köln, wissenschaftliche Fragestellungen zu Trauma- und Traumafolgestörungen sowie Ressourcen in der Vielfalt der Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit im Hinblick auf Diagnostik, Prävention und Beratung systematisch zu erforschen.

Ich möchte einen Schwerpunkt setzen, um zum einen die Wechselwirkungsprozesse von Risiko- und Schutzfaktoren bei der Frage der Entstehung von Krankheit bzw. der Erhaltung von Gesundheit in der Sozialen Arbeit zu erforschen und zum anderen praktische Handlungsalternativen entwickeln, wie wir die Resilienz des Menschen in seiner Sozialisation stärken können.

Ich würde gerne herausfinden, ob der Mensch über einen freien Willen verfügt und wie sich die Psyche von Konditionierung befreien kann.

Der beste Ort zum Kraft tanken ist primär meine Familie. Aber auch in und mit der Natur sein und mit Freunden gemeinsam die Welt erkunden ist für mich ein tägliches Lebenselixier.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe war „On Relationship“ von dem indischen Schriftsteller Jiddu Krishnamurti. Ein wunderbares Buch über die Psychologie zwischenmenschlicher Beziehungen.

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