Nachgefragt bei Prof. Dr. Markus Stockmann

Prof. Dr. Markus Stockmann (Bild: privat)

Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik, Lehr-/Forschungsgebiet: Automatisierungstechnik/ Energiemanagement


Studium Verfahrenstechnik sowie Verfahrens- und Versorgungstechnik an der Fachhochschule Köln (jetzt TH Köln)

Promotion „Prozedur und Algorithmen zur datenbasierten, anlagenweiten Regelkreisdiagnostik“ an der Universität Duisburg-Essen

Berufliche Stationen (u. a.)

  • Verfahrensingenieur bei der Brunel GmbH für Sachtleben Chemie GmbH
  • Lehrbeauftragter an der Fachhochschule Köln (jetzt TH Köln)
  • Prozessingenieur bei Sachtleben Chemie GmbH
  • Betriebsleiter bei Sachtleben Chemie GmbH

Als Kind habe ich bereits alles auseinandergenommen, was einen Stecker hatte, sehr zum Ärgernis meiner Mutter. Zudem besaß ich sicherlich jeden Elektro- und Chemiebaukasten, den es auf dem Markt gab. Es schlugen schon früh zwei Herzen in meiner Brust: Verfahrenstechnik und Automatisierungstechnik.

Von der Verfahrens- zur Automatisierungstechnik bin ich gekommen, weil ich bereits als Werkstudent gemerkt habe, dass es in der chemischen Industrie Übertragungsverluste an der Schnittstelle zwischen Verfahrens- und Automatisierungsingenieuren gab. Da Verfahrenstechnik heutzutage ohne Automatisierungstechnik nicht mehr möglich ist, empfinde ich es nach wie vor als hilfreich, auf beiden Gebieten mitreden zu können.

Vom Studenten zum Professor an der TH ist für mich logischer Schluss und wünschenswerter Zufall zugleich. Bereits als Masterstudent hat es mir sehr gefallen, Wissen zu vermitteln und Themen zu erforschen. Es ist daher ein lang gehegter Traum, als Professor zu arbeiten. Dass der Ruf dann auch noch von meiner Alma Mater kam, freut mich umso mehr.

Ich würde gerne herausfinden, wie man in der Industrie Energie und Ressourcen durch intelligente und auch maßgeschneiderte Automatisierungskonzepte effizienter nutzen kann. Zudem reizt mich die Frage, inwieweit uns die künstliche Intelligenz dabei unterstützen kann.

Kein Campus ohne Engagement. Das beinhaltet das Engagement der Dozentinnen und Dozenten, ihre Fach-, Sozial- und auch ihre Methodenkompetenzen weiterzugeben. Es beinhaltet aber ebenfalls das Engagement der Studierenden, diesen anspruchsvollen Weg mit dem nötigen Einsatz zu bestreiten.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe? Da ich lange Zeit täglich von Köln nach Duisburg gependelt bin, habe ich die Autofahrten nur mit etlichen Hörbüchern überstehen können. Dabei hat sich gezeigt, dass ich ein großer Fan von S. Fitzek und M. U. Kling bin – zugegeben, eine merkwürdige Kombination.

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