Nachgefragt bei Prof. Dr. Arjuna Nebel

Porträt (Bild: Katharina Artes)

Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme, Professur für Energiesysteme und Simulation


Studium Energiesystemtechnik an der Technischen Universität Clausthal
Promotion „Auswirkung einer übergeordneten Steuerung dezentraler elektrischer Anlagen auf die Höhe des konventionellen positiven Redispatcheinsatzes in Deutschland“ an der Bergischen Universität Wuppertal

Berufliche Stationen (Auszug)

  • Wissenschaftlicher Koordinator Modellierung am Wuppertal Institut, Wuppertal
  • Freiberuflicher Unternehmensberater in der Energiewirtschaft für den Bereich der Energiesystem- und Energiemarktmodellierung
  • Wissenschaftlicher Mitarbeiter zu Politikberatung sowie Energiesystemanalyse am Wuppertal Institut, Wuppertal

Als Kind wollte ich gerne Pilot werden. Heute bin ich froh, diesen Kindheitstraum nicht realisiert zu haben.

Das Beste an meinem Studium waren die entstandenen Freundschaften und die gute Studiensituation bei spannenden Inhalten. Das ermöglichte mir eine bereichernde Zeit und den Blick über den Tellerrand mit einer ganzheitlichen Sicht auf das Energiesystem.

Zukunftsfähige Energiesysteme bedeuten für mich eine unabdingbare Voraussetzung für die Transformation in eine lebenswerte Zukunft. Zukunftsfähige Energiesysteme sind für mich so gestaltet, dass sie enkeltauglich und resilient zugleich sind.

Mein fachliches Steckenpferd ist die Darstellung von Energiesystemen mit Hilfe von Modellen und Szenarien, um die Möglichkeitsräume zukünftiger Entwicklung und deren Konsequenzen aufzuzeigen.

Ich möchte in der Lehre einen Schwerpunkt setzen im Bereich der Resilienz und Transformation von Energiesystemen.

Ich würde gerne herausfinden, wie sich die menschliche Gesellschaft so entwickeln kann, dass sie sich als Teil des Planeten Erde empfindet und diesen mit ihren Handlungen bereichert, statt ihn zu zerstören.

Der beste Ort für gute Ideen ist der Ort, an dem sich Gesprächspartner mit einem offenen Geist begegnen und die Kreativität zwischen den verschiedenen Seiten Funken sprüht. Die besten Ideen entwickelt man gemeinsam.

Das letzte gute Buch, das ich gelesen habe, ist Das Ende der Megamaschine von Fabian Scheidler, eine kritische Auseinandersetzung mit der Entwicklung der letzten dreitausend Jahre in der europäischen Gesellschaft und ein Ausblick für Wege in eine nachhaltige Zukunft.

Juli 2021

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