Mirco Lotz-Blumberg

Mirco Lotz-Blumberg

Informatik und Ingenieurwissenschaften

Prof. Dr. Peter Kern

Informatik und Ingenieurwissenschaften

Mobilität und Beweglichkeit: FairRail, UniRide und eine SpielBox

Um mehr Transparenz und Kommunikation bei Verspätungen der Deut-schen Bahn, eine Mitfahr-App speziell für Studierende und nachhaltige Tauschbörsen für Sport und Möbel geht es u.a. bei den App-Prototypen und Geschäftsideen, die Studierende im Fach „Informatik für Ingenieure 2“ entwickelt haben und für die sie von der Wiehler Unitechnik Systems GmbH mit Förderpreisen ausgezeichnet worden sind.

Unitechnik TK Köln Preisträger*innen des Wiehler Unitechnik Systems GmbH mit Förderpreises (Bild: Monika Probst, TH Köln)

Im Modul „Informatik für Ingenieure 2“ geht es neben Programmierkenntnissen um den Erwerb von Problemlösungskompetenz und unternehmerischem Denken. Das Modul wird jedes Semester angeboten und die jeweils drei besten Teams pro Semester werden mit dem Unitechnik-Förderpreis ausgezeichnet. Die Aufgabe: Neben der Entwicklung eines App-Prototyps ein passendes, vollständiges Geschäftsmodell zu entwickeln – von der ersten Idee bis zur finalen Umsetzung. In der Wahl des Themas sind die Studierenden vollkommen frei. Die technische Umsetzung und Code-Qualität erfolgte über Java, integrierten APIs (z. B. GPS- und Kartenfunktionen) und einer Quellcode-Prüfung.

Überreicht wurden die Preise durch Unitechnik-Inhaber Wolfgang Cieplik: „Ich bin beeindruckt, wie gut die Studierenden ihre Geschäftsideen entwickelt und umgesetzt haben. Das geht weit über das Lösen einer Programmieraufgabe hinaus.“

Preisträger*innen Wintersemester 2025/26

1. Preis: Karim Bensaid, Artem Golublev, Robin Brinkmann, Ahmet Sahin
FairRail
Unpünktliche Züge der Deutschen Bahn führen bei Fahrgästen regelmäßig zu Frust. Das Projekt FairRail will durch eine mobile Anwendung (iOS/ Android) maximale Transparenz über die Pünktlichkeit und Servicequalität im Schienenverkehr schaffen. Zentrale Schnittstelle ist die 1-Klick-Beschwerde: Nutzer:innen können Mängel in den Kategorien Verspätung, Defekte (z. B. Klimaanlage) und Sauberkeit innerhalb weniger Sekunden melden. Die App erkennt Ort und Uhrzeit automatisch über Standortdaten und Schnittstellen wie die DB API oder VRS-Open Data. Die anonymisierten Meldungen werden in einer interaktiven Karte visualisiert, um Problem-Hotspots im Bahnnetz in Echtzeit sichtbar zu machen. Die Fahrgäste erhalten Updates zum Bearbeitungsstand ihrer Meldungen (z. B. „Techniker informiert“ oder „behoben“).  FairRail verfolgt ein hybrides Geschäftsmodell. Während die App für Endnutzer kostenlos bleibt, bietet die Plattform gegen Gebühr Analyseberichte an für Verkehrsverbünde, Städte und Medien an, um systemische Schwächen im ÖPNV zu identifizieren und datenbasierte Verbesserungen zu ermöglichen.

2. Preis: Fynn Vongehr, Markus Stinn, Maximilian Harz, Fred Derksen
UniRide
UniRide ist eine mobile Mitfahr-App, die speziell für Studierende und Mitarbeiter der TH Köln entwickelt wurde, um tägliches Pendeln zum Campus einfacher, günstiger und gemeinschaftlicher zu gestalten.  Das Besondere an UniRide ist das Smart Match System, welches auf Grundlage des Stundenplans mögliche Fahrgemeinschaften vorschlägt. Andere Mitglieder der Hochschule können diese Angebote in einer übersichtlichen Liste durchsuchen und direkt einen freien Platz buchen. Durch die Konzentration auf eine geschlossene Nutzergruppe wird eine sichere und vertrauenswürdige Umgebung geschaffen.

3. Preis: Radwan Aldabbas, Arij Ayadi, Justin Gelhausen, Selim Can Ipek
NochGut
Die NochGut-App soll eine kostenlose Plattform zur einfachen Weitergabe von gut erhaltenen Möbeln sein. Einzelne Möbelstücke können über die App auf verschiedene auf die User zugeschnittene Weisen weitergegeben werden, ebenso kann der eigene Sperrmüll in der App eingestellt werden, um anderen Nutzenden zur Mitnahme zur Verfügung zu stellen. Die eingestellten Bilder werden mithilfe von KI automatisch kategorisiert, sodass die User diese nur überprüfen und sie zusätzlich einige wenige eigene Auswahlen treffen müssen. Die Suche passender Möbelstücke innerhalb der App ist für die Nutzenden ebenso einfach. Zusätzlich kann die App später aber auch weitere Funktionen wie das Abschätzen der vorhandenen Sperrmüllmenge, z.B. in Kooperation mit lokal zuständigen Abfallwirtschaftsbetrieben, implementieren.

Preisträger*innen Sommersemester 2025

1. Preis: Cengiz Calar, Alpay Güngör, Cem Gecgel
SpielBox
Spontan Sport treiben, aber kein Ball oder Schläger zur Hand, genau hier setzt das studentische Projekt SpielBox an. Entwickelt wurde ein smartes Verleihsystem, das Sportgeräte über die SpielBox App und vernetzte Boxen im öffentlichen Raum verfügbar macht. Nutzer:innen können nahegelegene Standorte finden, ein gewünschtes Gerät auswählen, ausleihen und nach der Nutzung unkompliziert zurückgeben. SpielBox richtet sich unter anderem an Studierende, Jugendliche, Familien und Menschen, die sich spontan im Park, auf dem Campus oder auf Sportplätzen bewegen möchten. Die Lösung verbindet digitale Steuerung mit physischen Ausgabestationen und unterstützt so ein modernes, aktives Stadt und Campusleben. Gleichzeitig trägt das System dazu bei, vorhandene Flächen besser zu nutzen und gemeinschaftliche Aktivitäten im öffentlichen Raum zu stärken.

2. Preis: Ben Juraschka, Linus Sieradzki, Moritz Verkenius, Adrian Heine
Campus Quest
Diese App soll Erstsemester beim Start ins Hochschulleben unterstützt – spielerisch, praxisnah und ohne zusätzliche Infrastruktur. Über eine interaktive Campuskarte entdecken Studierende wichtige Anlaufstellen wie zum Beispiel die Bibliothek, Mensa oder das Prüfungsamt und lösen dabei standortbasierte Quests, die relevante Informationen wie Öffnungszeiten und Ähnliches beinhalten.

3. Preis: Vitalii Zakharuk, Inalbek Akiev, Fabian Alexander Feith, Lalo Mohamad
Jogger’s Journey
Jogger’s Journey ist eine gamifizierte Fitness-App, die Nutzerinnen und Nutzer nicht über Leistungsdruck oder reine Kennzahlen motiviert, sondern über spielerische Erlebnisse und persönliche Fortschritte. Reale Bewegung wird in Quests übersetzt, durch die ein personalisierter Avatar wächst und Belohnungen freigeschaltet werden. Im Gegensatz zu klassischen Fitness-Apps steht nicht der Vergleich mit anderen, sondern der individuelle Fortschritt im Fokus. Durch Avatare, virtuelle Rivalen, visuelles Feedback, Statistiken und ein Quest-System entsteht eine emotionale Bindung an den persönlichen Fortschritt.

Die Studierenden des 2. Semesters Ingenieurwissenschaften wurden fachlich betreut von Mirko Notz-Blumberg und Prof. Dr. Peter Kern.

Jedes Semester zeichnet das Unternehmen Unitechnik Systems GmbH die besten Teams mit Förderpreisen aus im Gesamtwert von 1.000 Euro. Die Preise sind dotiert mit 500 Euro (1. Preis), 300 Euro (2. Preis) und 200 Euro (3. Preis).

Februar 2026

Mirco Lotz-Blumberg

Mirco Lotz-Blumberg

Informatik und Ingenieurwissenschaften

Prof. Dr. Peter Kern

Informatik und Ingenieurwissenschaften


M
M