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Prof. Dr. Sabine Schlüter

Prof. Dr. Sabine Schlüter

Raumentwicklung und Infrastruktursysteme
Institute for Technology and Resources Management in the Tropics and Subtropics (ITT)

  • Telefon+49 221-8275-2945

FEMOZ-Konferenz 2024: Die Kluft bei der Ernährungssicherheit im ländlichen Raum überwinden

FEMOZ Logo (Bild: FEMOZ)

Die diesjährige internationale FEMOZ-Konferenz über die Ernährungssituation im ländlichen Raum hat den Dialog über Ernährungssicherheit im ländlichen Raum vorangebracht. Die von der Eduardo-Mondlane-Universität (UEM) in Maputo ausgerichtete Veranstaltung fand bei vielen Expert*innen große Beachtung.

Viele Ideen und Innovationen

"Der Klimawandel betrifft uns alle", betonte Klaus Becker, Vizepräsident der TH Köln, der die Konferenz gemeinsam mit der Amália Uamusse eröffnete. "Das Thema der Konferenz ist fundamental für Mosambik", so die Vizerektorin der UEM.

Neben Teilnehmer*innen aus der TH Köln, insbesondere aus der Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme/dem ITT, machten zahlreiche weitere internationale Wissenschaftler*innen, Akademiker*innen, Vertreter*innen des öffentlichen Sektors von Mosambik sowie engagierte Studierende die Konferenz zu einem wahren Schmelztiegel von Ideen und innovativen Lösungen.

Dank des hybriden Formats überwand die Konferenz geografische Grenzen und ermöglichte eine aktive Teilnahme aus verschiedenen Teilen der Welt, einschließlich der mosambikanischen Universitäten im Norden. Simultanübersetzungen förderten das Engagement und ermöglichten einen regen Austausch zwischen den mosambikanischen und internationalen Teilnehmer*innen.

Ländliche Lebensmittelumwelt

Die Konferenz bestand aus vier Schwerpunktsitzungen, die jeweils mit einer Grundsatzrede eines/einer internationalen Expert*in eröffnet wurden. Es folgten parallele Untersitzungen, in denen wichtige Themen vertieft wurden. So wurde etwa untersucht, wie sich Attraktivität und Bequemlichkeit von Lebensmitteln auf die Essgewohnheiten auswirken oder welchen Einfluss Politik und Technologie auf die Gestaltung des Lebensmittelumfelds und die Verbesserung der Ernährungssicherheit im ländlichen Mosambik haben.

In 17 Untergruppen tauschten sich Vertreter*innen von Institutionen aus ganz Afrika und Deutschland aus, darunter die Eduardo-Mondlane-Universität, die Lúrio-Universität, die Rovuma-Universität, die Bundesuniversität Dutsin-Ma, die TH Köln, die Frankenförder Forschungsgesellschaft und die Humboldt-Universität Berlin.

Am ersten Konferenztag erörterte Dr. Christopher Turner von der Greenwich University das Konzept der ländlichen Lebensmittelumwelt, eine Sitzung, die das wachsende weltweite Interesse an diesem Thema unterstrich. Dr. Alexander Fekete von der TH Köln untersuchte anschließend die Widerstandsfähigkeit ländlicher Lebensgrundlagen angesichts von Katastrophenrisiken und vertiefte damit den Diskurs über Ernährungssicherheit.

Verbesserte Ernährungssicherheit durch NUS

Der zweite Konferenztag war ebenso dynamisch: Dr. Amos Laar von der Universität Ghana untersuchte die Durchführbarkeit von Maßnahmen für eine gesunde Lebensmittelumgebung in Afrika südlich der Sahara. Die abschließende Sitzung befasste sich mit vernachlässigten oder unzureichend genutzten Nutzpflanzenarten (Neglected or Underutilized Crop Species, NUS). Dr. Fátima Portilho und Dr. Irmgard Jordan berichteten über ihre Erfahrungen aus Brasilien bzw. Kenia mit der Nutzung von NUS zur Verbesserung der Ernährungssicherheit und der Lebensgrundlagen.

Ergänzend zu den Diskussionen gab es eine Multimedia-Ausstellung mit Postern zu verschiedenen relevanten Themen und einem Kurzfilm über vernachlässigte und unzureichend genutzte Nutzpflanzen in Mosambik, der die Projektergebnisse beleuchtete.

Prof. Dr. Sabine Schlüter Prof. Dr. Sabine Schlüter (Bild: Fakultät12/ITT)

Fortsetzung des Dialogs

Die Veranstaltung gipfelte in einer anregenden Podiumsdiskussion unter der Leitung von Prof. Dr. Sabine Schlüter, Fakultät für Raumentwicklung und Infrastruktursysteme an der TH Köln, die sich mit der Umsetzung von Forschungsergebnissen in politisches Handeln befasste. Dieser Diskurs wurde durch die Beiträge eines breit gefächerten Podiums bereichert, darunter Prof. Dr. Amos Laar und Vertreter*innen mosambikanischer Regierungs- und Hochschuleinrichtungen.

Das FEMOZ-Team bedankt sich bei allen Teilnehmenden und Referent*innen für ihre aufschlussreichen Beiträge sowie bei der Eduardo-Mondlane-Universität für ihre unermüdliche Unterstützung.

Wer sich für die detaillierten Erkenntnisse und Diskussionen der Konferenz interessiert, findet auf der FEMOZ-Website in Kürze Zusammenfassungen der Präsentationen und Poster, die während der Veranstaltung gezeigt wurden und eine Fortsetzung des Dialogs und der Entwicklung im Bereich der ländlichen Ernährungssicherheit versprechen.

März 2024

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